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Steckbrief vor dem
Heimtierkauf
8. Chinchilla
Allgemeines:
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Chinchillas sind sehr anspruchsvolle, intelligente Nagetiere und damit sehr
aufwendig in ihrer Haltung.
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Als Streicheltiere für Kinder sind sie gänzlich ungeeignet.
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Grosses Sprungvermögen, Sprünge über Eck
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Dämmerungs- und nachtaktiv
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Rudeltiere mit Einzelterritorium, monogame Partnerschaft
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Einzeltierhaltung möglich
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Relativ schnell futter- , finger- und handzahm
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Handling: Schwanzgriff unter leichtem Zug nach kaudal -
Umfassen des Kopfes (Vorsicht "Probebiss" - nie an der Genickfalte (Vorsicht Ausreißen der Haare!)
Anfälligkeit:
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Disposition für Verdauungsstörungen
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Infektionen des Respirationstraktes infolge zu hoher
Luftfeuchtigkeit und zu hoher Raumtemperatur
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Zahnanomalien (Malokklusion, Spitzenbildung an den
Molaren), Allotriophagie, Verletzungen
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Fellbruch, Fellbeißen
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Haarringe um den Penis, Penisprolaps, Rektumprolaps
Haltung:
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Paarhaltung, möglichst 2 gleich alte weibliche Tiere bzw.
Gruppen
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Lebenserwartung bis 20 Jahre
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dämmerungs- und nachtaktive Tiere, mindesten 5-6 Stunden
Freilauf in dieser Zeit (Treppe zum Käfig,
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da dieser zum Urinabsatz aufgesucht wird)
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sehr bewegungsfreudig, mit gutem Springvermögen und starkem
Nagetrieb
Unterbringung:
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Käfiggröße: L 100 cm x 50 cm x H 50-100 cm pro Tier (kann
nicht groß genug sein!)
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Käfigmaterialien: verzinkter Draht (Gitterabstand nicht mehr
als 12-14 mm) in Kombination mit Plexiglas
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Zugang von außen durch Treppe
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Raum für Freilauf auf Gefahrenquellen prüfen (Stromkabel,
Zimmerpflanzen, Teppiche, Plastikteile, Aquarien, Filzstifte, Tabakreste,
Bleiband im Vorhang, andere Haustiere usw.)
Standort:
Einrichtung:
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Einstreu: Hobelspäne aus unbehandeltem Holz + Heuschicht in
Teilbereich (nie Sägemehl oder Katzenstreu)
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ständiges Sandbad lebensnotwendig (kein Vogelsand, sondern
z. B. Attapulgit-Sand) in glasierter Tonschale
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Trinkröhrchen immer (!) mit Wasser gefüllt
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Schlafhäuschen (erhöht aufgestellt): L 30 cm x B 20 cm x H
20 cm
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Kletteräste, Beschäftigungsmöglichkeiten
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mehrere Sitzbrettchen in unterschiedlichen Höhen
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Einschlupfgegenstände aus Holz können mit mehreren Lagen
Textilklebeband vor Benagen geschützt werden
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Futterschale aus Steingut oder glasiertem Ton
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Zweige zum Benagen: von Obstbäumen, Weide oder Pappel (keine
Kirsche oder Hagebutte)
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1-2 größere Steine
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Heuraufe
Futter:
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Fütterungszeit: zu Beginn der Aktivitätsphase in den frühen
Abendstunden
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Körnermischung: eine Hälfte Chinchilla-Pellets/eine Hälfte
nicht pelletiertes Körnerfutter für Meerschweinchen
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Mischung aus getrockneten Kräutern: 5 Teile Kamille, 4 Teile
Gänseblümchen, 4 Teile Rosenblätter, 3 Teile Löwenzahn, 2 Teile Hagebutte,
2 Teile Brennnessel, 2 Teile Salbei, 2 Teile Pfefferminze, 1 Teil
Schafgarbe
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von beiden Mischungen zu gleichen Teilen ca. 2-3 Teelöffel
pro Tier und Tag
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zusätzlich gutes Heu
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Leckerbissen wie ungeschwefelte Rosinen, Trockenobst, Nüsse
(außer Erdnüsse), Sonnenblumenkerne, Mandeln sollen nur spärlich angeboten
werden.
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ca. 1 Rosine pro Tag, 1/2 Nuss pro Tag
Eignung: Jugendliche ab 15 Jahre
© 2000 -2011 Text und
Bilder: Dr. Kristine Hucke, Wiesbaden
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