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Steckbrief vor dem
Heimtierkauf
1. Zwergkaninchen
Allgemeines:
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Niemals Einzelhaltung, immer mindestens
zwei
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bei mehreren Tieren auf
Gleichgeschlechtlichkeit/ Kastration achten!
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Am besten als Jungtiere zusammenbringen,
leichtere Gewöhnung
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Niemals Haltung mit
einzelnem Meerschweinchen, dies ist nicht artgerecht
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Nicht so problemlos wie oft angenommen; Schreckhaftigkeit,
Beißen, Kratzen
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Rammler markieren mit Urin
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Häsinnen sind oft aggressiv (Hitze , Scheinträchtigkeit)
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Futter- und fingerzahm, aber nur selten handzahm
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Handling: Mit einer Hand an der Genickfalte, Bauch mit der
anderen Hand von unten unterstützen - nie an den Ohren hochheben!
Anfälligkeit:
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Disposition für Verdauungsstörungen
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Infektionen der oberen Luftwege
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Zahnanomalien
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Abszesse im Kopfbereich
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Geschwüre an den Hinterläufen
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Fettleibigkeit
Fütterung:
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Frisches Wasser und gutes Heu zur beliebigen Aufnahme
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Nagematerial (Weide, Buche, Haselnuss, Apfel- und Birnbaum)
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Grünfutter im Sommer
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Gräser, Kräuter, Wurzeln, auch gerne Rinde
von jungen Gehölzen
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Früchte, Triebe von Himbeere, Brombeere,
Johannisbeere, Apfelbaum
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Löwenzahn, Luzerne, Bärenklau, Wiesenklee,
Sauerampfer (weder zu nass, noch verwelkt oder verschmutzt - niemals vom
Straßenrand, niemals gedüngt!!)
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Karotten, Steckrüben, Äpfel, Birnen
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Obst und Gemüse im Winter (keine Kohlgewächse)
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Kaninchen-Fertigfutter aus dem
Futterhandel ist ungeeignet, da es zu viele Kohlenhydrate und zuwenig
Struktur (Rohfaser in Form von Halmen größeren Pflanzenteilen) enthält.
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Besser: Veterinärdiäten aus der
Tierarztpraxis.
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Achtung! Maximal ein Esslöffel
Fertigfutter pro Kaninchen pro Tag!
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Knäckebrot (keine Brotreste, kein Gebäck - Schimmelpilze)
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Salzleckstein
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mehr dazu:
Futterplan
Unverzichtbares:
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Gitterkäfig - quer verdrahtet - mit
Plastikwanne (sinnvoll für die Wohnung)
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Drahtkonstruktion galvanisch verzinkt oder
matt verchromt, Abstand Querdrähte nicht mehr als
20 mm, Gefahr der Einklemmung
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Mindestgröße 150 x 80 cm, etwa 60 cm hoch.
Richtwert: Der Käfig soll 3 Hoppelsprünge lang und 2 breit sein, jedes
Kaninchen soll aufrecht im Käfig stehen können
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Schlafhöhle
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Organisierter Auslauf (Wohnung, Balkon, Garten)
Standort:
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Nicht im Kinderzimmer, da dämmerungsaktiv
(und damit störend)
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In Tischhöhe, damit die Kaninchen von
unten gefasst herausgehoben werden können
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Temperatur höchstens 20° C (Tiere sind
sehr hitzeempfindlich!!)
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Luftfeuchtigkeit ca. 50 % (im Winter:
Verdunster an den Heizungen oder gute Bepflanzung)
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Freilauf in der Wohnung nur unter Aufsicht
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Gefahrenquellen beseitigen (Kabel, lose
Tischdecken, Heizungsroste)!
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ca. Mai - September Außengehege möglich
(nur mit schattigem, regensicheren Unterschlupf, Abdeckung des Auslaufs von
oben gegen Elstern oder Katzen!)
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Winter-Freilandhaltung siehe
Wintertipps
für Heimtier-Aussenhaltung
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vorher impfen gegen Myxomatose
(halbjährlich) und RHD (jährlich)!!
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+ langsames Umgewöhnen an frisches
Grünfutter!
Einrichtung:
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Einstreu: Heu, Stroh, Hobelspäne, besser,
weil weicher, geschreddertes Altpapier
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Unterschlupf in Höhlen- oder Kastenform,
ca. L 32,5 cm x B 22,5 cm x H 20 cm,
Schlupfloch 12,5 cm im Durchmesser
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Trinkflasche (regelmäßig Durchgängigkeit
prüfen) kein Napf, Gefahr der Verschmutzung durch Kot
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standfeste Futterschale (Ton oder
Steingut), Heuraufe
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2-Etageneinrichtung möglich
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frische Äste von Weide, Buche, Haselnuss,
Apfel oder Birnbaum zum Benagen (keine Ziergehölze!!)
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ausgehöhlte Stammteile von Obst- oder
Laubbaum
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Rasenstücke mit Wurzelwerk
Lebenserwartung:
7 - 15 Jahre
Eignung: Kinder ab 12 Jahren
© 2000 -2011 Text und
Bilder: Dr. Kristine Hucke, Wiesbaden
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