Infektionskrankheiten
Auch die hier aufgeführten Informationen sind aus unseren
Seminarunterlagen entnommen.
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sind die einzelnen Krankheiten direkt erreichbar. |
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Für Interessierte ist auch der Weg über die Verknüpfung |
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möglich ! |
1. Was sind Infektionskrankheiten ?
Hierbei handelt es sich um die Auseinandersetzung
eines Makroorganismus, also dem Hund, der Katze oder dem Menschen,
mit einem durch die Haut oder Schleimhaut eingedrungenen Mikroorganismus
( Bakterien, Viren, Pilze usw. ) Je nach Empfänglichkeit des Tieres,
seiner natürlichen Resistenz oder erworbenen Immunität
kommt es zur manifesten Infektion mit einem Krankheitsausbruch
oder zur stummen Infektion ohne Krankheitssymptome, aber oftmals
mit Ausscheidung der Krankheitserreger und somit zur weiteren
Verbreitung der Mikroorganismen.
Ob der Hund oder die Katze erkrankt,
hängt also von der Gefährlichkeit des Mikroorganismus
aber auch von dem Zustand dessen körpereigenen Immunsystems
ab.
Hochentwickelte Organismen wie Hund
und Katze verfügen über vier
Abwehrsysteme, die stufenweise nacheinander,
aber auch gleichzeitig wirksam sein können und teilweise
eng miteinander kooperieren.
Abwehrsysteme:
1.Resistenz:
Das erste Abwehrsystem ist genetisch
fixiert. Dies bedeutet das bereits bei der Geburt eine gewisse
Unempfindlichkeit gegen ganz bestimmte, lebensbedrohende Mikroorganismen
aus der Umwelt besteht.
Die Resistenz wird auch als " natürliche Immunität
" bezeichnet. So erkrankt ein Mensch nicht an Parvovirose,
eine Katze nicht an Masern.
2. Barrieresystem:
Als Barrieresystem funktionieren die
Haut und die Schleimhäute. Viele Bakterien sind dort angesiedelt
ohne eine Krankheit auszulösen. Erst wenn die Bakterien
diesen angestammten Ort verlassen, können sie Krankheiten
auslösen.
So kann das Bakterium E.coli, das sich
in kleinen Mengen im Darm aufhält und dort die intakte Schleimhautschranke
des Darmes nicht durchdringen kann, bei einer Umsiedelung in
die Harnblase oder die Geschlechtsorgane Krankheiten auslösen.
3. Wirtseigene Keimflora:
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Die wirtseigene Keimflora wird bei der
Geburt von der Mutter bzw. der keimhaltigen Umwelt auf den neugeborenen
Organismus übertragen. So besteht die Hauptflora des Darmtraktes
vorwiegend aus milchsäurebildenden Bakterien. Diese unterdrücken
die pathogenen, krankheitsauslösenden Keime.
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Bei einer Störung der Hauptflora,
z.Bsp. im Darm der Milchsäurebakterien, vermehren sich die
krankheitsauslösenden Keime, die bis dahin nur gering vorhanden
waren, explosionsartig und unterdrücken die normale Darmflora.
Das typische Bild mit Durchfall und Erbrechen tritt auf.
4. Immunsystem:
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Das eigentliche Immunsystem beinhaltet
die Abwehr von krankheitsauslösenden Mikroorganismen durch
spezielle körpereigene Zellen.
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Dabei unterscheidet man in eine
spezifische und
in eine unspezifische Abwehr.
Wie erkennt der Körper
einen krankmachendes Mikroorganismus ?
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Während der Entwicklung im Muttertier
und während der Ausbildung des Immunsystems im ersten Lebensabschnitt
lernt der junge Organismus, die Oberfläche von körpereigenen
Zellen zu erkennen.
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Dieses Erkennen erfolgt nach dem
Schlüssel-Schloß-System.
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Erkennt das Immunsystem eine Oberflächenstruktur
nicht als eigene Zelle, wird die entsprechende Zelle von den
körpereigenen Verteidigungszellen als fremd identifiziert
und bekämpft.
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Die unspezifische Abwehr erfolgt durch
sogenannte Makrophagen, die alle als fremd erkannten Zellen bekämpft.
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Dieses System arbeitet sofort, ist aber
nur kurz wirksam.
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Im spezifischen Abwehrsystem ist jede
Immunzelle
nur für einen ganz bestimmten Mikroorganismus, also für
eine ganz bestimmte Oberflächenstruktur zuständig und
kann nur durch die Anwesenheit dieses Antigens aktiviert werden.
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Durch den ersten Kontakt mit einer Krankheitszelle
läuft eine großflächige Produktion von
Antikörper-Zellen
an, die diesen bestimmten Krankheitskeim bekämpfen kann.
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Dieser Mechanismus ist die wirksamste
Form der körpereigenen Abwehr, sie benötigt jedoch
eine etwas längere Anlaufzeit als die unspezifische Bekämpfung
mit Makrophagen.
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Bei der spezifischen Abwehr werden nach
dem ersten Kontakt auch so genannte Gedächtniszellen gebildet, die bei einem späteren Kontakt
schneller in die Abwehr eingreifen können.
Hier setzen auch die ersten
Möglichkeiten der Infektionsbekämpfung ein:
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Die spezifische Immunreaktion kann durch
eine aktive Impfung
angeregt werden.
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Durch die Impfung mit abgeschwächten
Krankheitserregern baut der Körper aktiv, ähnlich wie
bei einer natürlichen Infektion mit dem Krankheitserreger,
eine lang andauernde, spezifische Immunität gegen den entsprechenden
Krankheitserreger auf.
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Durch den Erstkontakt mit dem ungefährlichen
Krankheitserreger bei der Impfung werden vom Körper Gedächtniszellen
gegen diese Krankheit produziert.
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Bei einem Kontakt mit den natürlichen
Krankheitserreger hat der Körper sofort seine Abwehrzellen
parat und verhindert so die Vermehrung der Mikroorganismen.
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Im Gegensatz zur aktiven Impfung kann
dem schon erkrankten Körper bei einer passiven Impfung direkt
die Abwehrzellen gegen die spezielle Krankheit zugeführt
werden.
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So kann der Körper schneller die
Krankheitserreger bekämpfen.
Zoonosen
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Es gibt auch Krankheitserreger, die
sowohl Tiere als auch Menschen befallen können.
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Einige Krankheiten können auch
von den Tieren direkt auf den Menschen übertragen werden. Solche Krankheiten werden als Zoonosen
bezeichnet.
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Bei besonders gefährlichen Zoonosen
besteht eine Anzeige- oder Meldepflicht gegenüber den Behörden, um eine schnelle
und effektive Bekämpfung und Verhinderung der weiteres Ausbreitung
der Krankheit zu erreichen. Durch dieses Verfahren konnten viele
für den Menschen lebensbedrohende Seuchen eingedämmt
werden.
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Eine uns allen bekannte, jedoch in unserer
Region seltene Zoonose ist die Tollwut.
© 2000 -2011 Text und Bilder: Dr. Kristine Hucke, Wiesbaden