| Am frühen Morgen heißt es erst einmal Eiskratzen, beide
Motorräder sind in einer weißen Hülle eingepackt, auch unsere
Camping-Motorrad-Nachbarn, die mit einer hervorragenden Polo-Campingausrüstung
reisen, müssen dieses Los mit uns teilen. Schnell ist der erste Kaffee gekocht,
das Zelt verstaut und weiter geht es Richtung Süden, Richtung Sonne. Wir
benutzen wieder die Autobahn zum schnelleren Überwinden der Poebene (E 35
/ E 62) Richtung Genua. In Busalla (ca. 30 km vor Genua) verlassen wir die
Autobahn und tauchen direkt in das italienischen Hinterland ein. Über Casella,
Montoggio fahren wir nach Laccio, durchqueren den Passo della Scoffera im Tunnel
und fahren über Bargagli, Lumarzo,Tribogna,Cicagna langsam zu Tal.
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| Ich rieche es
schon, ja, ich rieche das Mittelmeer. Bei Cogorno erreichen wir die Küste,
folgen der SS 1 Richtung La Spezia. In Sestri Levante tauchen wir in den
Strandrummel eines Ostersamstags. Wir finden noch einen Tisch am Strand, Füsse
in den Sand und genießen einen Cappuccino. Ja, hier ist Italien pur, hier
flaniert die italienische Gesellschaft. Doch wir müssen noch etwas weiter,
suchen einen Campingplatz direkt am Meer, direkt in einer Felswand. Die
Uferstrasse Richtung Cinque Terre verläuft zum Teil in Tunneln. Die Strecke ist
einspurig, so ergeben sich lange Wartezeiten bis die Ampel zweimal in der Stunde
für 5 Minuten auf Grün springt. Wir entschließen uns für die SS1, die etwas
weiter oben am Hang entlangläuft. Nach wenigen Kilometern bergauf kommt auch
schon das kleine Hinweisschild: Moneglia. Ja, hier wollen wir hin, also geht es
rechts ab und den steilen Berg hinab.
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© 2000 - 2010 Text und Bilder: Dr. med. vet. Kristine Hucke, Wiesbaden