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Der Tod eines Tieres (3)

Woran erkenne ich, ob mein Tier leidet?

Tierhalter kennen ihr Tier sehr gut. Sie merken, wenn etwas nicht stimmt, wenn das Tier leidet und die Freude am Leben verliert. Hinweise hierauf können sein:

Das Tier

  • hat andauernde Schmerzen und/oder starke Schmerzen
  • kann oder will sich nur noch sehr begrenzt bewegen
  • kann oder will nicht mehr fressen und/oder trinken
  • wirkt apathisch, verliert das Interesse und nimmt kaum noch Anteil an seinem Umfeld verändert sein Verhalten, ist plötzlich extrem ruhig, scheu oder aggressiv

Zu beachten ist dabei, dass Tiere oft erst sehr spät zeigen, dass sie Schmerzen haben oder leiden. Die Natur ist so eingerichtet, damit ein krankes Tier vom Feind nicht als schwach und damit als leichte Beute erkannt wird. Allerdings hat die Natur durch die natürlichen Feinde auch eine Art der Euthanasie, um den langen Leidensweg eines kranken Tieres abzukürzen! Ein altes, krankes Tier wird immer eine leichtere Beute sein als ein junges, ausdauerndes Tier. So bleiben gesunde Tiere länger für die Fortpflanzung und Arterhaltung dieser Population erhalten!

In unserer Haustierhaltung fehlt dieser natürliche Feind. Daher kann es in manchen Fällen sinnvoll sein, ein unheilbar krankes Tier einzuschläfern, bevor seine Erkrankung sehr weit fortgeschritten ist. Unnötiges Leiden kann damit verhindert werden.
Grundsätzlich entscheidend sind also der Gesundheitszustand des Tieres, Art und Ausmaß seiner Erkrankung sowie die allgemeine Verfassung. Aber auch das Alter des Tieres und sein individuelles Wesen sind zu berücksichtigen.

Ein ohnehin sehr ruhiger und bewegungsunfreudiger Hund wird unter eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten weniger leiden als ein temperamentvoller Wirbelwind. Eine Katze, die durch einen Unfall ein Auge verliert, verliert nicht unbedingt auch ihre Lebensfreude. Sind aber Gehirn und Nerven so geschädigt, dass das Tier regelmäßig Ausfallserscheinungen hat, sich nicht mehr selbständig und koordiniert bewegen kann, ist dies eine Tortur.
Letztlich kann nur der Halter beurteilen, ob das Leben seines Tieres noch lebenswert oder bereits zur Qual geworden ist - diese schwere Entscheidung kann ihm leider keiner abnehmen. Bei offenen Fragen, Unsicherheit und Zweifeln ist der Tierarzt mit seinem fachlichen Rat - und seiner Erfahrung - eine wertvolle Hilfe, auf die der Tierhalter vertrauen kann.

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