Dr. med. vet. Kristine Hucke, prakt. Tierärztin
Dotzheimer Str. 135a, 65197 Wiesbaden
Telefon: 0611 / 48908
 

 

Steckbrief vor dem Heimtierkauf

6.Albinoratte, Farbratte

 

Allgemeines:

  • Zu Unrecht als Ekeltier klassifiziert

  • Intelligent, anpassungsfähig, liebenswert

  • Dämmerungs- und nachtaktiv

  • Gleichgeschlechtliche Paarhaltung (Weibchen)

  • Niemals einzeln, sondern ausschließlich paar- oder mehrfache Haltung

  • Geruchsorientiert (Vorsicht bei regelmäßiger Desinfektionsmittelanwendung im Käfig!)

  • Schnell handzahm

  • Handling: Umfassen mit der hohlen Hand - Daumen unters Kinn - nie am Schwanz hochnehmen (Verletzungsgefahr!)

 

Anfälligkeit:

  • Starke Tumorbereitschaft

  • Infektionen des Respirationstraktes infolge zu trockener und zu feuchter Luft, zu niederer Temperatur sowie unzureichender Hygiene (Fehlen körpereigener Thermoregulation)

  • Adipositas

  • Ekzeme

 

Fütterung:

  • Frisches Wasser (Nippeltränke), Mischfutter für Ratten

  • Pellets, Körner, Nüsse mit Schalen (Vorsicht Pilzinfektion)

  • Mischfutter aus Getreide und Samen

  • gut getrocknetes Brot, Knäckebrot, Haferflocken

  • Frischfutter: Apfel, Pfirsich, harte Birnen, Erdbeeren, Bananen, Sellerie, rote Rüben, Karotten, Gurken, gekochte Kartoffeln, Endivien- oder Eisbergsalat

  • Knabberstangen, Nagerwaffeln (gelegentlich)

  • Heu, Kolbenhirse, Hundekuchen (gelegentlich)

  • auch kleine Mengen Sauerrahm, Quark, Joghurt, milder Hartkäse

  • Gelegentlich Schnittkäse, Semmel in Milch, Hackfleisch

  • Alles immer ungewürzt! Kein Fischmehl oder Fischbestandteile!
     

 

Unverzichtbares:

  • Gitter- oder Kistenkäfig in Rechteckform

  • abgedeckter Gitterkäfig, kein Glasbehälter, da Stau des Ammoniak vom Urin zu Atemwegserkrankungen führt!!

  • Mindestgröße  L 816 cm x B 80 cm x H 40 cm, für Ratten etwa doppelt so groß, geeignet sind auch Regale mit durchgängigen Böden, die mit einer Gittertür nach vorn und mit Brettern nach hinten verschlossen werden.

  • Dreidimensionale Raumaufteilung mit Klettertauen, Leitern, Schlüpfröhren und kleinen Schachteln

  • Schlafhäuschen (Nestwärme!)

  • Polstermaterial (Heu, Stroh, Packpapierstreifen) - an verschiedenen Stellen auslegen ( Betätigung! )

  • Hobelspäne als Einstreu ( Kein Torfmull - Verpilzung! )

  • Freilauf - "Labyrinth"

 

Einrichtung

  • (Achtung! Käfig immer wieder umgestalten, sonst kommt Langeweile auf!):

  • Einstreu: Hobelspäne, besser geschreddertes Altpapier

  • Wasserflasche

  • Futternäpfe (standfeste Keramikschalen oder Steingutgefäße)

  • Klettergerüst (Holz wird benagt bzw. mit Urin verunreinigt! Regelmäßig austauschen!!)

  • umgedrehte Schalen aus Ton oder unglasierte Blumentöpfe mit Löchern

  • Nestmaterial: Toilettenpapier, Zellstoff, Heu, möglichst keine Watte

  • Etageneinrichtung durch Leitern oder Verbindungsstege

  • Rohre oder Schachteln aus Papier oder Pappe

  • leere Kokosnuss

  • durchbohrte Aststücke von Birken, Buchen, Haselnuss-Sträuchern oder Obstbäumen zum Benagen, Klettern oder Verstecken (ungespritzt!)

  • Kletterseile
     

 

Standort:

  • erhöht

  • zugfrei

  • nicht in der Sonne

  • nicht am Heizkörper

  • ruhig

  • Temperatur von ca. 18 ° - 20 ° C

  • Luftfeuchtigkeit 50-60 %
     

Lebenserwartung: 2 - 3 Jahre

 

Eignung: Jugendliche ab15 Jahre

© 2000 -2011 Text und Bilder: Dr. Kristine Hucke, Wiesbaden

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