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Die Hündin in der Zucht - Geburt-B - Info aus der Tierarztpraxis Dr. Kristine Hucke Wiesbaden

Die Hündin in der Zucht

Teil 3 - C : Die Geburt

3.3. Austreibungsphase

Ist der Welpe durch den Muttermund in die Scheide vorgeschoben worden, beginnt die Austreibungsphase.

In der Regel zerbirst die äußere Fruchthülle beim Eintritt in die Scheide, der Austritt der Flüssigkeit ist für eine verbesserte Gleitfähigkeit in der Scheide wichtig. Durch den Eintritt des Welpen in die Scheide werden reflektorisch die Austreibungswehen ausgelöst, die durch deutliche Bauchpressen verstärkt werden.

Zwischen Platzen der äußeren Fruchthülle und dem Austreten des Welpen können 10 min (manchmal bis zu 60 min) vergehen. Ca 60 % der Welpen werden mit dem Kopf voran geboren (Vorderendlage), beim Hund ist jedoch auch die Hinterendlage ohne Geburtsstörungen möglich.

Der Welpe sollte mit der Wirbelsäule nach oben (obere Stellung) geboren werden, denn so kann er sich besser der Krümmung des Geburtskanales anpassen. Bei der unterer Stellung (Welpe liegt mit dem Rücken nach unten) oder Steisslage (Hinterendlage mit angewinkelten Hintergliedmassen) kann es zu Geburtsstörungen durch den größeren Umfang des Welpens kommen. Das gleiche gilt für Welpen in Vorderendlage mit am Brustkorb anliegenden Vordergliedmaßen.

Ist der Welpe geboren, beginnt die Hündin ihn sofort durch Belecken von den restlichen Fruchthüllen zu befreien. Dies ist besonders im Kopf- und vor allem Nasenbereich wichtig, bevor der Welpe die ersten Atemzüge macht. Nur so kann ein vermehrtes Einatmen von Fruchtwasser und die dadurch bedingten Atembeschwerden verhindert werden.

Die Hündin durchbeißt die Nabelschnur und trennt den Welpen damit von der in der Regel noch nicht ausgeschiedenen Plazenta.

Durch den Zug des Welpens auf seinem Weg durch den Geburtskanal und den Hormoneinwirkungen löst sich die Plazenta aus seiner Verankerung mit der Gebärmutterschleimhaut. Bei dieser Ablösung kommt es zu kleinen Blutungen und Blutergüssen, bei denen der Blutfarbstoff Uteroverdin freigesetzt wird. Dieser Farbstoff führt zum Auftreten des grünlichen Ausflusses.

Die Plazenta sowie Reste der Fruchthüllen werden als Nachgeburt in der Regel 5 - 15 min nach der Geburt eines jeden Welpens ausgeschieden. Die Hündin frisst diese Nachgeburt normalerweise auf, ebenso wie sie das Geburtslager durch Auflecken des Fruchtwassers sauber hält.

Durch das kräftige Belecken fördert die Hündin die Atmung des Welpens sowie die Darmtätigkeit und Ausscheidung.

Bei mehreren Welpen erfolgt die Geburt abwechselnd aus dem rechten und linken Gebärmutterhorn.

Es können mehrere Welpen im Abstand von ca. 15 min geboren werden, oftmals folgt dann eine Pause von bis zu 4 (evt.6) Stunden ohne Unruhe und Austreibungswehen. Die Hündin liegt dabei ruhig und versorgt ihre geborenen Welpen.

Die Gesamtzeit der Austreibungsphase sollte für die Geburt aller Welpen 12 Stunden nicht überschreiten.

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Weitere Themen zur Zucht:

Teil 1: Die Läufigkeit der Hündin
Teil 2: Die Trächtigkeit
Teil 3: Die Geburt
Teil 4: Die Hündin nach der Geburt
Teil 5: Die Welpen in der Nachgeburtsphase
Teil 6: Zuchtunterstützende Massnahmen

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65197 Wiesbaden
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