Dr. med. vet. Kristine Hucke, prakt. Tierärztin
Dotzheimer Str. 135a, 65197 Wiesbaden
Telefon: 0611 / 48908
 
 

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Kaninchenfütterung ....

muss nicht eintönig sein

Immer wieder betonen wir Tierärzte, dass die Fütterung Ihres Kaninchens hauptsächlich aus Heu bestehen soll. Trotzdem können Sie Ihrem Kaninchen Abwechslung im Futternapf servieren!

Zusätzlich (!!) zu dem Hauptnahrungsmittel Heu können Sie sowohl getrocknete Kräuter und Gräser sowie frisches Gemüse, Obst, ja sogar Nüsse und Pilze füttern! Die folgenden Tabellen zeigen Ihnen die Vielfalt der Möglichkeiten, warnt aber auch vor weniger geeigneten oder giftigen Pflanzen!

Achtung! Bitte nur langsam zufüttern und die Verdauung und Kotbeschaffenheit bei den ersten Gaben genau kontrollieren!

Nicht alle Kaninchen vertragen alle Futtersorten!

 

Dieser Plan stammt von der AG Kleintiere des Bundesverband praktischer Tierärzte

Frisches Gemüse und Pilze,
die für die Ernährung von Kaninchen in Betracht kommen:

Geeignet, aber nur als "Leckerchen":

- Chinakohl
- Salatgurke
- Topinambur
- Möhre
- Spargel
- Pastinake
- Stielmus

Bedingt , d.h. in sehr geringen Mengen geeignet :

Pilze: Es sollten Zuchtpilze verwendet werden, da die Wildpilze sehr viel Quecksilber enthalten. Entfernt man die Lamellen bzw. Röhrenschicht und die Huthaut der Wildpilze, wird der Schwermetallgehalt sehr verringert. Das in Pilzen enthaltene Chitin ist einerseits schwer verdaulich, andererseits fördert es aber die Darmtätigkeit. Wie bei allem gilt auch bei Pilzen die Devise "Weniger ist mehr", Pilze sollten frisch geschnitten und verfüttert werden.

- Austernpilz
- Champignon
- Shiitake
- Birkenpilz
- Morchel
- Steinpilz
- Butterpilz
- Pfifferling
- Trüffel

Gemüse:

- Chicoree
- Feldsalat
- Paprika
- Eisbergsalat
- Möhrengrün
- Tomate
- Endiviensalat
- Kopfsalat
- Zucchini

Ungeeignet, da giftig:

- Artischocke
- Bohne
- Grünkohl
- Mangold
- Rettich
- Rotkohl
- Weißkohl
- Aubergine
- Broccoli
- Kartoffel
- Meerrettich
- Rosenkohl
- Sojabohne
- Wirsing
- Blumenkohl
- Erbse
- Knoblauch
- Radieschen
- Rote Beete
- Spinat

 

 

 

Kräuter,
die für die Ernährung von Kaninchen in Betracht kommen:

Geeignet:

  • Ackerdistel (sollte frisch geben und nicht an befahrenen Straßen geerntet werden)
  • Basilikum (fördert den Appetit und hilft gegen Blähungen)
  • Bohnenkraut/Boretsch (wird aber nicht von jedem Kaninchen angenommen)
  • Breitwegerich
  • Brunnenkresse (wird auch bei leichten Harnwegsinfekten empfohlen)
  • Estragon (Manche Kaninchen meiden Estragon wegen ihres starken Geruches)
  • Huflattich
  • Kerbel
  • Kümmel (wird wegen seines starken Geruchs und Geschmacks nicht von jedem Kaninchen angenommen)
  • Luzerne (frisch oder getrocknet- sehr geeignet)
  • Majoran
  • Melde (Melde ist vergleichbar mit Spinat)
  • Melisse (manche Tiere stört allerdings der zitronenartige Geruch und Geschmack)
  • Oregano
  • Schafgarbe
  • Spitzwegerich
  • Vogelmiere
  • Weißklee (Sauer – und Schwedenklee ist aber giftig!)
  • Zaunwicke (andere Wicken nicht!)

Bedingt geeignet, in geringer Menge zufüttern:

  • Brennessel
  • Hagebutte
  • Liebstöckel
  • Löwenzahn (!!) (Es können Blätter und Blütenköpfe (frisch oder getrocknet) gereicht werden. Wegen seines hohen Calciumgehaltes sollte allerdings nicht zu viel Löwenzahn verfüttert werden)
  • Petersilie (!!) (Es können Blätter und Stiele gereicht werden. Wegen seines hohen Calciumgehaltes sollte allerdings nicht zu viel Petersilie verfüttert werden.
  • Pfefferminze

Besondere Vorsicht bei:

  • Beifuß
  • Gänseblümchen

Ungeeignet/ Giftig:

  • Arnika
  • Baldrian
  • Johanniskraut
  • Lungenkraut
  • Rosmarin
  • Schnittlauch
  • Wermut
  • Bärenklau
  • Beinwell
  • Lavendel
  • Salbei
  • Sonnenblume
  • Bärlauch
  • Gartenkresse
  • Lorbeer
  • Sauerampfer
  • Thymian

 

 

 

Nüsse, Getreidesorten und Obst,
die für die Ernährung von Kaninchen in Betracht kommen:

Geeignet, aber nur als "Leckerchen":

  • Apfel
  • Cherymoya
  • Himbeere
  • Traube

 

  • Birne
  • Erdbeere
  • Johannisbeere

 

  • Brombeere
  • Heidelbeere
  • Preiselbeere

 

 

Bedingt , d.h. in sehr geringen Mengen geeignet (Getreide und Nüsse deshalb, weil kalorienreich und wenig zahnabnutzend):

  • Ananas (zu hoher Vitamin C Gehalt, verursacht in größeren Mengen Durchfall)
  • Aprikose (Vorsicht Blausäure)
  • Banane (stopft)
  • Feige (zu hoher Vitamin C Gehalt, verursacht in größeren Mengen Durchfall)
  • Gerste
  • Grapefruit (zu hoher Vitamin C Gehalt, verursacht in größeren Mengen Durchfall)
  • Hafer
  • Kirsche (zu hoher Vitamin C Gehalt, verursacht in größeren Mengen Durchfall)
  • Kiwi (zu hoher Vitamin C Gehalt, verursacht in größeren Mengen Durchfall)
  • Kürbis (zu hoher Vitamin C Gehalt, verursacht in größeren Mengen Durchfall)
  • Mais
  • Mandarine (zu hoher Vitamin C Gehalt, verursacht in größeren Mengen Durchfall)
  • Maronen
  • Melone (zu hoher Vitamin C Gehalt, verursacht in größeren Mengen Durchfall)
  • Orange (zu hoher Vitamin C Gehalt, verursacht in größeren Mengen Durchfall)
  • Pfirsich
  • Roggen
  • Rosinen (nur ungeschwefelt)
  • Weizen

Ungeeignet, da entweder zu kalorienreich oder giftig:

  • Avocado
  • Erdnuss
  • Holunder
  • Macademia
  • Paranuss
  • Rhabarber
  • Stachelbeere
  • Cashew Nuss
  • Haselnuss
  • Kokosnuss
  • Mango
  • Pflaume
  • Sonnenblumenkerne
  • Walnuss
  • Dattel
  • Hirse
  • Leinsamen
  • Kokosnuss
  • Pinienkerne
  • Sesam
  • Zitrone
 

© 2000 -2011 Text und Bilder: Dr. Kristine Hucke, Wiesbaden