Dr. med. vet. Kristine Hucke, prakt. Tierärztin
Dotzheimer Str. 135a, 65197 Wiesbaden
Telefon: 0611 / 48908
 

 

Aktuelles

Auf diesen Seiten möchten wir aktuelle Themen ansprechen. Ältere Texte finden Sie unter Infos. Diese Informationen geben die Meinung und Erfahrungen des Verfassers wieder!

Es ist durchaus möglich, dass andere Tierärzte andere Meinungen vertreten!

   
 
 

 

Wir wollen informieren und keine Panik erzeugen!

  
Pressemitteilung der Bundestierärztekammer vom 18.02.2009

Krank durch neugekaufte Heimtierratten

Derzeit besteht für Halter von Ratten in Deutschland die Gefahr, sich mit dem Kuhpockenvirus durch neugekaufte Heimtierratten zu infizieren.
Besonders gefährdet sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene - als die größte Haltergruppe und nicht gegen Pocken geimpft, sowie immungeschwächte Menschen (HIV-Träger, Patienten nach Transplantation und z.B. während einer Kortisontherapie). Die Heimtierratten zeigen unscheinbare bis deutliche Hautveränderungen. Besonders an den Vordergliedmaßen sind krustige Auflagen oder kleine rote Herde erkennbar, die aber leicht übersehen werden können. Bei deutlich erkrankten Heimtierratten treten Atemwegsgeräusche, Nasenausfluss und Bindehautentzündung auf. Die Krankheit ist bei Nagetieren meldepflichtig. Die meisten betroffenen Menschen zeigen eine unkompliziert verlaufende Hautinfektion an Händen, Armen und im Gesicht, oft begleitet von Fieber, Abgeschlagenheit und gelegentlich Gliederschmerzen. Durch Reiben der Augen kann eine schwere Bindehautentzündung entstehen. Bei immungeschwächten Menschen besteht die seltene Möglichkeit einer tödlichen Infektion. Aktuell seit Dezember 2008 betroffene Regionen in Deutschland sind Nordrhein-Westfalen mit 15 bekannten Fällen beim Menschen aus Köln, Düsseldorf und Münster sowie Bayern mit 6 gemeldeten Fällen. Auch in Frankreich wurden bis Februar 2009 12 Fälle registriert.

 

Nach einer im Deutschen Tierärzteblatt 03/2009 erscheinenden Studie wurde Ende 2008 die Übertragung von Kuhpockenviren von Heintierratten auf den Menschen nachgewiesen. Anfang 2008 wurden einzelne Fälle gemeldet, seit Dezember wird eine plötzliche Zunahme verzeichnet. Wie jetzt ermittelt wurde, stammt die Infektion jeweils von erst kurz vorher aus dem Zoofachhandel erworbenen Heimtierratten. Zwischen der Infektion des Menschen und ersten Hautveränderungen vergehen ca. 8-12 Tage. DAS PROBLEM: manche Ratten sterben ohne erkennbare äußere Veränderungen. Die Untersuchung einer erst kürzlich erworbenen und dann erkrankten oder gestorbenen Ratte durch einem Tierarzt ist dringend anzuraten.

Kuhpockenviren gehören zu den Orthopoxviren und sind nicht spezialisiert auf eine bestimmte Säugetierart. Als Reservoir für dieses Virus gelten wilde Nagetiere, z.B. Ratten und Mäuse. Menschen und Heimtiere können mit Kuhpockenvirus infiziert werden. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch scheint unwahrscheinlich. Mit Vacciniavirus geimpfte Menschen erkranken nicht. Diese Impfung wurde Anfang der 80er Jahre in Deutschland eingestellt. Alle seit 1980 geborenen Menschen sind potentiell gefährdet. Bisher war die Übertragung des Virus auf den Menschen von Katzen und Zootieren bekannt, vereinzelt von Nagetieren. Die Übertragung von einer Heimtierratte auf den Menschen erfolgt meist über eine Wunde in der Haut oder Schleimhaut. Andere Infektionswege sind nicht ausgeschlossen.

Rattenbesitzer sollten zur Pflege neu zugekaufter oder erkrankter Tiere Einmalhandschuhe nutzen. Neue Tiere sollten generell erst einmal für mindestens 2-4 Wochen getrennt untergebracht werden.
 
Ansprechpartner: Dr. Sabine Merz, Tel: 0228 – 725 46 70 merz@btk-bonn.de

 

 

 

 
  modifiziert aus einer Pressemitteilung des Bundesverbandes für praktische Tierärzte (BpT) 9/2008

 

 
Prävention ist aktiver Tierschutz
Mit Hund und Katze regelmäßig zum Tierarzt

 

Tierschutz ist für viele Menschen ein wichtiges Anliegen. Doch schon bei den eigenen Schützlingen zuhause fängt er an: Ein gesundes, geimpftes Tier schützt auch die Gesundheit der Menschen und Artgenossen in seinem Umfeld. Tierärzte empfehlen deshalb, dass speziell bei Hunden und Katzen mindestens einmal im Jahr eine Gesundheitskontrolle durchgeführt wird, um Erkrankungen verhindern oder zumindest frühzeitig erkennen und behandeln zu können. Den Tieren kann dadurch unnötiges Leid erspart werden.
Wichtig ist auch, Impfungen gegen gefährliche Infektionskrankheiten vornehmen zu lassen und regelmäßig aufzufrischen. In Deutschland sind jedoch nur die Hälfte aller Hunde und gerade mal ein Drittel aller Katzen ausreichend geimpft. Unzureichender Impfschutz birgt jedoch dreierlei Risiken: Erstens sind die Tiere nicht ausreichend vor schmerzhaften und oft tödlich verlaufenden Krankheiten wie Staupe oder Katzenseuche geschützt. Zweitens sind Tollwut und Leptospirose auf den Menschen übertragbar und gefährden so auch seine Gesundheit. Und drittens sinkt mit jedem nicht geimpften Tier die so genannte Populationsimmunität. Das heißt: Im Falle des Ausbruchs einer Krankheit kann sich der Krankheitserreger problemlos unter den vielen, nicht geimpften Tieren ausbreiten. Um das zu verhindern, müssen mindestens 70 Prozent aller Hunde und Katzen geimpft sein.
Das eigene Tier nicht impfen zu lassen kann also sehr gefährlich werden. Beim täglichen Spaziergang oder freien Herumstromern können sich Hund und Katze jederzeit bei anderen Tieren infizieren.
Wer nun meint, ein nur in der Wohnung gehaltenes Tier sei nicht betroffen, der irrt: Auch Wohnungskatzen sind nicht vor Infektionen gefeit, denn Krankheitserreger können beispielsweise über Schuhsohlen in die eigenen vier Wände eingeschleppt werden. Damit wieder mehr Tiere von den wichtigen Impfungen und regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen profitieren, rufen Tierärzte unter dem Motto „Vorsorge ist aktiver Tierschutz“ zu mehr Gesundheitsbewusstsein bei den Tierhaltern auf.

 

 
 

Nicht von schlechten Eltern!

 

Immer mehr Welpen werden im Internet für ein Schnäppchen angeboten, verkauft werden sie auf Wochenmärkten oder auf Autobahnparkplätzen. Der Leidensweg dieser kleinen Kreaturen beginnt meist schon von Geburt, in kleinen Ställen oder einfachen Käfigen als Massenprodukt vermehrt, früh von der Mutter getrennt, für den schnellen Handel in Westeuropa produziert.

Ja, die Augen des Winzlings sind herzerweichend, aber helfen wir durch unseren Kauf aus Tierliebe wirklich diesen kleinen Kreaturen?

Nur die süssen Welpen erzielen einen guten Preis, was passiert mit den Junghunden?
Man mag gar nicht daran denken was mit nicht verkaufbarer "Ware" gemacht wird!

 

Je mehr Welpen aus Mitleid gekauft werden um so lukrativer ist dieses Geschäft,
desto mehr dieser armen Wesen werden produziert....

Illegaler Welpenhandel  per Internet  -  Welpen aus dem Kofferraum zum Verkauf angeboten

http://www.animal-health-online.de/klein/2008/09/18/illegaler-welpenhandel-via-internet-funf-personen-uberfuhrt/3603/#more-3603

http://www.animal-health-online.de/klein/2008/10/02/illegaler-welpenhandel-zeugen-gesucht-welpen-erkrankt-verendet/3628/

http://www.animal-health-online.de/klein/2008/09/30/erst-vier-bis-sieben-wochen-alt-polizei-stoppt-transport-mit-137-welpen/3619/

http://www.animal-health-online.de/klein/2008/10/15/bereits-17-welpen-im-tierheim-verendet/3649/

immer öfter sind diese Meldungen zu lesen.

Und was immer deutlicher wird:

Die Welpen werden in Osteuropa produziert, viel zu jung und in vielen Fällen mit nicht tierschutzgerechten Transporten nach Südeuropa, oftmals nach Spanien transportiert und dort? Warum wohl gibt es in den südeuropäischen Ländern so viele Strassenhunde und nun werden weitere Welpen dorthin transportiert? Sind dies die Welpen , die dann hier in Deutschland wieder als "Tierschutzhunde vor Tötungsstation gerettet" auftauchen. Ein grausames Karussell auf Kosten der armen Lebewesen.

http://www.animal-health-online.de/klein/2009/02/10/56-welpen-in-plastikkisten-keine-heimtierausweise-schmuggler-aus-der-slowakei-gestoppt/3827/#more-3827

Eine Frage, die man sich gar nicht gerne stellen möchte:
Was passiert mit den nicht verkauften Welpen?

Von vielen Hobbyzüchtern wissen wir, der Verkauf eines Welpen wird durch den Babyeffekt begünstigt, danach ist der Junghund arbeitsintensiv und belastet durch höhere Futterausgaben, ist also für den schnellen Euro nicht mehr interessant. Was machen Hundevermehrungsstellen mit überzähligen Welpen?

 

Dagegen wirbt der VDH - Verband für das Deutsche Hundewesen für den Kauf beim seriösen Züchter und gibt Tipps

mehr...

   
 
 

Aus dem Merkblatt einer Pharmafirma 8/2008

 

Stress im Mehrkatzenhaushalt

 

Ein Beispiel aus dem Praxisalltag:

Eigentlich lebt die Katzengruppe bestehend aus Tom (3 Jahre), Minka (5 Jahre) und Tini (7 Jahre) recht friedlich zusammen.
„In letzter Zeit“, berichtet Familie W., „kommt es aber regelmäßig zu Streitereien, manchmal sogar Prügeleien der Miezen untereinander“.
Der Grund? „Eigentlich ist nichts anders“, so Frau W. Den Besitzern ist das Verhalten unerklärlich, „allerdings muss sich an der Situation bald etwas ändern, es ist Stress für alle Beteiligten“.

Mehr dazu hier:

 

 
  Pressemitteilung 06.11.2007   http://www.tierschutz-tvt.de/meldung35.html
Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V.
warnt vor dem Kauf des Laserpointers "Catch the Light"!

Seit einiger Zeit wird auf dem Heimtiermarkt ein Laserpointer in Form einer kleinen schwarzen Maus als Spielzeug für Katzen angeboten. Unter dem Namen "Catch the light" verkauft die Firma Trixie den Laserpointer und bezeichnet ihn auf ihrer Homepage als "das ultimative Spielvergnügen für Mensch und Katze".
Doch Laserstrahlung kann erhebliche Schäden am Auge hervorrufen. Neben einer Schädigung der Hornhaut und Reizung der Bindehaut kann die Einwirkung des Laserstrahls zu dauerhaften Narben auf der Netzhaut bis hin zur Erblindung führen.
Neuere Untersuchungen mit Laserpointern am Menschen (Strahlenschutzkommission und Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin) haben gezeigt, dass bei zufälliger Bestrahlung der Pupillen-, Lidschlussreflex bei 20% der Probanden fehlt und es zu einer Gefährdung der Augen kommt.
Daher warnt die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V. (TVT) vor dem Gebrauch solcher Laserpointer und fordert, deren Verkauf als Tierspielzeug zu verbieten.

TVT Geschäftsstelle geschaeftsstelle@tierschutz-tvt.de www.tierschutz-tvt.de
Tel. (0 54 68) 92 51 56 Fax (0 54 68) 92 51 57
Pressestelle: Dr. Gerlinde von Dehn; pressestelle_tvt@snafu.de, Tel (02865/909715)

 

 
 

Vogelgrippe

aviäre Influenza - klassische Geflügelpest

Die Vogelgrippe ist eine seit über 100 Jahren bekannte Erkrankung bei Vögeln, die weltweit verbreitet ist. Sie wird vom Influenza-A-Virus (Orthomyxovirus) verursacht, das in 16 Unterarten (sog. H-Subtypen) vorkommt. Alle sechzehn Subtypen können Vögel infizieren, wobei die auch als "klassische Geflügelpest" bekannten schweren Ausbrüche durch die mit H5 und H7 bezeichneten Subtypen verursacht werden. Die Viren kommen in Zugvögeln, insbesondere Enten, häufig vor, die davon aber nicht oder nur geringfügig erkranken. Geflügel wie Hühner und Puten hingegen erweisen sich als sehr anfällig für die Erkrankung. Auch der Mensch, Schweine, Pferde und Katzen können sich infizieren.

Aber Hygieneregeln helfen vorzubeugen, der Verzehr von zubereiteten, also gekochtem Geflügelfleisch ist unbedenklich, denn das Virus wird beim Kochen schon bei 70º zerstört. Der Verzicht auf einem Besuch auf einem Geflügelmarkt in einem Vogelgrippe-infizierten Bezirk hilft die Aufnahme von infektiösem Kot, Federn und Vogelstaub zu verhindern. Dies betrifft zur Zeit nur die wenigen betroffenen Gebiete in Europa (Rumänien, Türkei, Russland, regionale Bezirke in Italien, Österreich, Deutschland) sowie die asiatische Länder mit Vogelgrippeausbrüchen. (Stand 1. 3. 2006)

Mehr dazu finden Sie hier:

 

 

Herbstzecken - erhöhte Infektionsgefahr

Neue gefährliche Zeckenerreger breiten sich über ganz Deutschland aus. Sie können den Hund auch im Spätsommer und Herbst mit akut bis tödlich verlaufenden Krankheiten infizieren.

So lautet die Überschrift einer Informationsbroschüre des Bundesverband praktizierender Tierärzte und der Deutschen Gesellschaft für Kleintiermedizin.

Gefahren lauern durch die durch Zecken übertragbaren Erreger der

  • Babesiose   = Hundemalaria

  • Hunde-Anaplasmose   = granulocytäre Ehrlichiose

  • Borreliose

  • FSME

Was steckt hinter dieser Meldung?
Hier finden Sie mehr zu diesem Thema:

Zeckenarten

Herbstzeckengefahr

 

 

Oft verschoben, jetzt neuer Termin!!   Beachten Sie auch unsere Info-Seite!

Neue EU - Reisebestimmungen ab 1.10.2004

 

 

 

 

 

 

Zum Anfang

Für Haustiere werden die Grenzen innerhalb der Europäischen Union ( EU ) durchlässiger:
Ab 1.10.04 sind nur die Tollwutimpfungen für Katzen und Hunde auf grenzüberschreitenden Reisen in der EU Pflicht. Diese Erleichterung hat der Rat der EU - Landwirtschaftsminister beschlossen.

Um die Impfungen nachweisen zu können, sollen die Tiere nun entweder eine Tätowierung oder einen Mikrochip sowie einen EU-Pass bekommen.

Die neuen Bestimmungen gelten dann auch für Nicht-EU-Staaten wie Norwegen und die Schweiz.

In Schweden, Irland und Großbritannien müssen Reisende in den kommenden fünf Jahren einen Antikörpertest für die tierische Begleitung vorlegen, der die Wirksamkeit der Tollwutimpfung nachweist. Danach soll auch in diesen Ländern eine einfache Bescheinigung des Tierarztes ausreichen.

 

 

Dispensierrecht der Tierärzte

 

 

In den Zeiten von BSE, Maul- und Klauenseuche sowie Schweinemastskandal und Futtermittelzusätze mit Antibiotika und Wachstumsförderern wird immer wieder über das Dispensierrecht der Tierärzte gesprochen.

Unter dem Dispensierrecht versteht man die Möglichkeit, Arzneimittel für Tiere herzustellen, zu verkaufen und abzufüllen, die für die Behandlung eigener Patienten bestimmt sind.

Dabei wird von den meisten Tierarztpraxen nur das Recht des Abfüllens und Verkaufens eingesetzt.
 Warum ? Nun, alle Artikel, ob im Lebensmittelhandel als auch im Pharmahandel sind in größeren Abpackungen billiger. So werden vom Tierarzt häufig benutzte Medikamente in größeren Packungen gekauft und entsprechend der Tiergröße und der Therapiedauer abgefüllt. Damit werden unnötige Kosten dem Patientenbesitzers abgenommen.

Oder wollten Sie für Ihr Kaninchen, Hamster oder Jungtier die drei- bis fünffache Menge an Medikamenten einkaufen und dann wieder umständlich entsorgen lassen ?

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Anfang

Das tierärztliche Dispensierrecht ist eine Ausnahmeregelung vom Apothekenmonopol. Es gibt gewichtige Gründe, die diese Ausnahme für die Tiermedizin zu einer Notwendigkeit machen:

  • Das Dispensierrecht hat sich wegen der unmittelbaren Verfügbarkeit von Tierarzneimitteln bei Krankheitsgeschehen in der Nutztier- und Pferdepraxis auf den Höfen und Reitställen sowie im Rahmen der Notfallversorgung auch in der Kleintierpraxis außerordentlich bewährt.
  • Eine medizinische Versorgung ist nur so rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr möglich !
  • Die Beratung, die bei der Abgabe von Tierarzneimitteln an den Tierhalter notwendig ist (Anwendung, Dosierung bei verschiedenen Tierarten, Rassen, Alter sowie Wartezeiten bei den lebensmittelliefernden Tieren), kann nur der Tierarzt leisten. Weil die Abgabe an die Behandlung gebunden ist, muss die Beratung gleichzeitig zu diesem Anlass erfolgen. Das Tier ist dem Tierarzt bekannt; Nebenwirkungen, Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sowie tierspezifische Unverträglichkeiten sind dem behandelten Tierarzt am besten bekannt!
  • Das Dispensierrecht hat eine große Bedeutung auch für den Großtierbereich und sichert so ein ausreichend dichtes Netz tierärztlicher Versorgung im ländlichen Bereich. 
  • Alle alternativen Vertriebswege sind für den Tierhalter teurer und können dem Verbraucher keinen höheren Schutz bieten ! 

Wird das Dispensierrecht der Tierärzte eingeschränkt, hat dies in erster Linie auch für Sie mehrere Nachteile:

1. Die Behandlung Ihres Tieres wird erheblich teurer !
2. Die Behandlung Ihres Tieres wird für Sie erheblich umständlicher !
3. Die Zeit, die Sie selbst aufwenden müssen, damit Ihr Tier behandelt werden kann,   wird erheblich länger !
 

 

Reisekrankheiten:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Anfang

Immer mehr Hunde begleiten ihre Besitzer in den Urlaub in mediterrane Klimazonen, wie z.B. Italien, Frankreich, Griechenland, Spanien, Portugal. Aber auch in gemäßigten Klimazonen wie Ungarn und Türkei können sich unsere Hunde mit Krankheitserregern infizieren, die es in Deutschland noch nicht gibt. Zu den Überträgern dieser Infektionskrankheiten zählen besonders Zecken, Sandfliegen oder Mücken.

Die Krankheitssymptome sind sehr vielfältig und treten oft erst nach Monaten oder sogar Jahren auf. Dadurch wird der Zusammenhang mit einem Urlaub oft übersehen und somit wertvolle Zeit zur Therapie, der zum Teil lebensgefährlichen Krankheiten, verloren.

Deshalb ist eine vorbeugende Behandlung, besonders gegen die Überträger der Krankheitserreger, aus unserer Sicht unverzichtbar. Auch eine nach dem Urlaub durchgeführte Blutuntersuchung lässt frühzeitig den Kontakt mit den Krankheitserregern erkennen und so schon vor dem Ausbreiten der Erreger im Körper und vor dem Auftreten von ersten Krankheitssymptomen eine Behandlung einleiten.

Neben den für den Grenzübertritt notwendigen Impfungen und Formularen darf ein sicherer Zeckenschutz nicht fehlen. Eine zusätzlicher Fliegenschutz, besonders während der Hauptaktivitätszeit der Sandfliegen in den frühen Morgen- und Abendstunden ist ebenfalls wichtig. Gegen den Befall mit Herzwürmer gibt es seit diesem Jahr auch ein in Deutschland zugelassenes Medikament. Für vorbeugende Impfungen ist in Deutschland leider noch kein zugelassenen Impfstoff erhältlich.

Wir helfen Ihnen gerne bei der Zusammenstellung eines Schutzpaketes für Ihren Hund und der Überprüfung aller notwendigen Impfformulare !

Zum Anfang

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Krankheiten, die besonders aus mediterranen Klimazonen nach Deutschland eingeschleppt werden:

Babesiose:

Babesien werden von Zecken übertragen, besonders in den Tropen und am Mittelmeer, jedoch auch in der Schweiz und in Süddeutschland werden schon mit Babesien befallene Zecken gefunden.

Die Tiere zeigen häufig nur hohes Fieber und Mattigkeit, blasse Schleimhäute und dunkel gefärbten Urin, jedoch auch Todesfälle mit akuten Herz- und Kreislaufsymptomen kommen besonders bei gestressten oder jungen Tieren vor.

Leishmaniose:

Leishmanien werden von Sandfliegen übertragen, aber auch eine Schmierinfektion mit Sekreten erkrankter Tiere ist möglich. Diese Erkrankung ist auch auf den Menschen übertragbar. Zwischen Eindringen der Krankheitserreger in den Körper und ersten sichtbaren Symptomen liegen mindestens 3 Monate.

Die Tiere magern ab, haben Fieberschübe und vor allem im fortgeschrittenen Stadium deutliche, juckende Hautveränderungen, beginnend an Augen und Ohren. Diese Erkrankung ist auch unter den

 einheimischen Tieren weit verbreitet. Wegen der Übertragung, auch auf den Menschen, durch Hautsekrete erkrankter Tiere sollte ein Kontakt besonders mit "nach Räude aussehenden Tieren" vermieden werden !

Ehrlichiose:

Dieser Erreger wird ebenso wie die Babesien durch Zecken übertragen, häufig liegt eine Doppelinfektion mit beiden Erregern vor.

Zunächst zeigt das Tier Fieberschübe, Schwäche und Appetitmangel. Später auch Augen- und Nasenausfluss sowie Schwellung der Lymphknoten, Gelenk- und Muskelerkrankungen sowie Krampfanfälle. Auch in Amerika und Kanada sind diese Krankheiten, ebenso wie die Dirofilariose, verbreitet.

Dirofilariose:

Diese Herzwürmer können bis zu 30 cm lang werden und leben in den Blutgefäßen und besonders der rechten Herzkammer. Die Übertragung erfolgt durch Stechmücken. Durch die Größe dieser Parasiten kommt es zum Verstopfen der Blutgefäße mit Einschränkungen der Herzfunktion mit Husten und Atemnot.

Dies sind nur die vier wichtigsten Krankheiten, mit denen unsere Tiere bei einem Urlaubsaufenthalt infiziert werden können.
Beugen Sie vor und schützen Sie Ihr Tier !!

 

Deshalb:

  • Vor dem Urlaub: Zecken- und Mückenschutz
  • Nach dem Urlaub: Blutuntersuchung

 

Neue Impfintervalle

Seit März 2006 gibt es aufgrund von Anpassungen an die Reisebestimmung der EU auch in Deutschland Tollwutimpfstoffe mit längerer Gültigkeit. Bei der Festlegung des Impfintervalls sollten jedoch auch die örtlichen Gegebenheiten und die Gewohnheiten des Tierbesitzers z. Bsp. bezüglich des Sparzierganges in Wald und Feld, Schwimmen in Gewässern  oder  des Kontaktes mit anderen Tieren, beachtet werden. Die führenden Virologen fordern eine Verlängerung der Impfintervalle,  vorausgesetzt  70 % der Tiere werden als Welpen  ausreichend grundimmunisiert und danach regelmässig nachgeimpft. Allerdings bestätigen die Virologen auch, dass wir von den 70 % Tieren, die unter Impfschutz stehen,  weit entfernt sind.

 

Zitat: " Es müssen mehr Tiere geimpft werden, diese dann allerdings seltener,
Voraussetzung ist eine korrekte Grundimmunisierung"

 

Durch die wirtschaftlichen Lage in Deutschland werden aber vermutlich immer weniger Tiere geimpft, aus finanziellen Engpässen werden oft an den Kosten für das Tier gespart.

 

Für jedes Tier muss ein individueller Impfplan aufgrund von Grundimmunisierung des Tieres und den örtlichen Krankheitsrisiken erstellt werden!

Eine Aufgabe des Tierarztes zusammen mit dem Tierbesitzer!

 

© 2000 - 2010 Text und Bilder: Dr. med. vet. Kristine Hucke, Wiesbaden