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Infektionskrankheiten
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25. Leishmaniose |
- Zoonose
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Ebenfalls eine Erkrankung, die aus endemischen
Gebieten wie den Mittelmeerländern und Mitteleuropa eingeschleppt
wird.
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Es gibt verschiedene Leishmaniosestämme,
die auch beim Menschen Erkrankungen wie viszerale Leishmaniose
( Dum-Dum-Fieber, Kala-Azar ) oder in Mittelasien und in Nordafrika
die Aleppo- oder Orientbeulen-Erkrankung hervorrufen können.
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Die Übertragung erfolgt überwiegend
durch Sandfliegen oder durch Schmierinfektionen in bestehende
Hautverletzungen.
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Die IKZ ist mit 3 - 7 Monaten, evt.
sogar Jahren (bis zu 8 Jahre!), sehr lange.
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Bei der
latenten Form bleibt
das Anfangsstadium oft jahrelang unbemerkt, ca. 50 % der in den
endemischen Gebieten lebenden Hunde sind befallen.
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Beim Krankheitsausbruch zeigen sich
verschieden schwere Verlaufsformen mit oft unspezifischen und
nur schubweise auftretenden Symptomen.
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Es kommt zu
Lethargie,
gelichtetes Haarkleid, Fieberschüben, Abmagerung, Leber-Milz-Erkrankungen,
Muskelerkrankungen.
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Symptomatisch und hochverdächtig
für diese Krankheit sind chronisch
nicht juckende Hautentzündungen, Fellverlust des Nasenrückens,
der Ohrspitzen und um die Augen herum
( Brillenbildung ),
die von großen, leicht fettigen,
kreideweißen Schuppen bedeckt
sind.
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Die Erkrankung breitet sich über
Hals, Rücken, Gliedmaßen
und Pfoten aus. Es entstehen Entzündungen des Krallenbettes und übermäßiges
Krallenwachstum.
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Die Prognose dieser Erkrankung ist vorsichtig
zu stellen. Mit Behandlung erfolgt oft nur eine vorübergehende
Besserung, nur geringe Prozentsätze kommen zur Heilung.
Da diese Erkrankung zu den
Zoonose-Erkrankungen
gehört, ist auf eine peinliche Hygiene zu achten, da wie
bereits erwähnt, auch eine Ansteckung durch Hautwunden möglich
ist.
Besondere Vorsicht ist auch hier bei
Kindern und geschwächten Personen gegeben.
Aktuell (Frühjahr 2007) gibt es ca. 20.000
leishmanioseinfizierte Hunde in deutschen Haushalten, meistens als Importe
oder Urlaubsmitbringsel aus dem mediterranen Raum und Portugal nach
Deutschland eingeführt. In den letzten Jahren wurde diese infizierten Hunde
aber auch aus Nordafrika, Brasilien und Indien importiert.
Bei weiterer Klimaerwärmung wird auch bald
mit einem vermehrten Vorkommen der Sandfliege in Deutschland zu rechnen
sein, seit 1999 werden diese vereinzelt in Baden-Württemberg und
Rheinland-Pfalz gefunden. Eine weitere schwer behandelbare Erkrankung für
Mensch und Tier ist damit nach Deutschland eingedrungen! |
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© 2000 -2011 Text und
Bilder: Dr. Kristine Hucke, Wiesbaden |
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