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Motorradtour
2009
Schottland
1.Tag: Wiesbaden -
Fährhafen Amsterdam/Ijmuiden
- Ja, es war ein Traumziel
von mir und die Tour dorthin möchte ich auch nicht mehr missen. Viele Zweifler
gab es im Vorfeld:
- „Schafft Ihr das
überhaupt?“
- „Und dann die Mischung:
BMW R1100S und eine Harley! Schlimmer geht’s ja kaum!“
- „Nach Schottland mit dem
Zelt, da regnet es doch dauernd“
Na und? Wir haben
spannende Tage erlebt, schöne Eindrücke mitgebracht und zu allem Überfluss
verstehen wir uns weiterhin und Harley und S werden wohl auch weiterhin mal
zusammen auf Tour gehen!
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Mittagspause
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Ankunft in Ijmuiden, die Princes of
Norway wartet schon.. |
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- Wie meist begannen die
Vorbereitungen ja schon im letzten Jahr. Die ersten Informationen über das
Internet, Fährverbindungen vergleichen, mögliche Ziele....
- oh je, da gibt es in
Schottland ja an jeder Strassenecke etwas anzuschauen!
Im Dezember dann die
Buchung der Fähre bei DFDS, 10 % Anzahlung und damit war es amtlich, wir fahren
und werden 10 Tage durch Schottland kurven!
Weiter gingen die
Vorbereitungen, manchen Winterabend habe ich Reiseliteratur gewälzt und sass am
PC und habe Wegpunkte für das Navi-System aufbereitet. Über 400 Punkte waren es
dann auf meiner Navi-Karte, klar waren die nicht alle anzufahren, aber so liess
es sich problemlos in Schottland selbst während der Touren individuell
navigieren. Zeit, die sich für mich gelohnt hat und mir natürlich auch schon im
Vorfeld interessante Eindrücke von Schottland verschafft hat.
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- Dann kam endlich der
Abreisetag. Pünktlich um 8.00 Uhr steht Sunny voll bepackt und startklar vor der
Tür, ein kleiner Unsicherheitsfaktor bleibt leider zunächst bestehen:
- Das seit
zwei Tagen brennende Warnlicht mit dem Hinweis auf einen elektronischen Fehler
lässt sich nicht beeinflussen. Bremsen sind okay, alle Birnen funktionieren,
Ersatzbirnen und Sicherungen habe ich am Vortag noch schnell gekauft, aber die
Zeit zum BMW-Service zum Auslesen des Fehlers und Beheben der Störung hatte ich
nicht mehr.
„Na Sunny, wirst doch
keinen Ärger in Schottland machen. Nur weil ich letzte Woche neben einer F 800
GS auch eine BMW R 1200 R, nagelneu aber genau mit dieser brennenden Warnleuchte,
Probe gefahren bin? War doch schon längst entschieden, dass die „Alte“ bleibt,
also warum dieses Gemotze?“
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und wir, wir warten auch.... |
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Gut verzurrt,
Sunny kennt es von Norwegen |
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Los geht es also zum
verabredeten Treffpunkt und Manfred und seine Harley sind schon dort.
Über die
Autobahnen geht es dann weiter nach Amsterdam und pünktlich stehen wir am
Fährhafen in IJmuiden, sehen die Princess of Norway, die unter dänischer Flagge
fahrende Fähre nach Newcastle.
Das Einchecken am Schalter ist
schnell geschafft, Pässe geprüft, Tickets, Kabinenkarten und
Büffetbestätigung erhalten und wir reihen uns zu den wartenden
Motorradfahrern in der vorgegebenen Spur ein und die Warterei beginnt.
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Mehr als 100 Motorräder
stehen dann dort, werden ziemlich zum Schluss verladen, der Beginn der
Verladeaktion gleicht allerdings eher einem Sommerschlussverkauf, 1. Tag,
9.00Uhr, Öffnen der Kaufhaustüren....
Als endlich das lang
erwartete Zeichen zum Verladen der Motorräder erscheint, stürzen alle auf ihre
Maschinen, von hinten wird gedrängt, überholt, geschnitten.
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Unter dänischer
Flagge
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Reger
Schiffsverkehr am Horizont |
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- Warum eigentlich, wir hatten
doch alle ein gültiges Ticket?
- Beim Ablegen steht dann auch
keiner mehr verlassen und zurückgeblieben am Pier.
- Also warum diese typisch
deutsche, und die meisten waren Deutsche, Drängelei? Herdentrieb, na
ja.
Auch beim Verzurren bleibt diese
Hektik im Bauch des Fährschiffes, es gibt genügend Stricke, allerdings
wurden die Motorräder sehr eng eingewiesen, da ist eigentlich kein
Platz mehr zum Vorbeigehen oder Seitenkoffer öffnen, aber irgendwie
sind dann doch alle reisefixiert (muss selbst erledigt werden!).
Und beim nächsten Mal, so schwöre ich mir, schaue ich früher auf
den Boden und lasse mich bei quer verlaufenden Befestigungsseilen am
Boden nicht mehr ganz so eng einweisen, denn rechts war dann am
Schluss noch sehr, sehr viel Platz... Warum????
Warum muss man zum Verzurren unter
den Seitenkoffern der eigenen und der Nachbarmaschine durchkrabbeln? |
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Es geht hinein in den Irrgarten der
Treppen und Decks um die Kabine zu suchen und dann endlich sind alle
Kabinen gefunden und es wird gelassener auf dem Schiff.
Zeit zum Durchschnaufen, duschen
und das Schiff erkunden. Das bereits mit dem Ticket gebuchte Büffet am
Abend schmeckt hervorragend, |
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windgeschütztes
Gute-Nacht-Getränk |
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die See ist ruhig, wir
schauen noch lange den ohne Flügelschlag mit dem Aufwind des Schiff dahin gleitenden Möwen
zu. Die Natur hat ihren eigenen Energiesparmodus.
Insgesamt also ein
wunderbarer Start nach Schottland!
- Ach ja, und „Sunny“?
- Nach
dem 3.Tanken hatte sie dann ein Einsehen mit mir, die Kontrolllampe war dann
erst mal wieder aus, bis zu unserem Umfaller, aber davon später.
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