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Infektionskrankheiten
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Eingeschleppte
Infektionskrankheiten
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Die folgenden drei Infektionskrankheiten gelten als die
häufigsten eingeschleppten Krankheiten, die durch Massentourismus
aus tropischen Ländern bzw. dem Mittelmeerraum durch Urlaubshunde
oder durch Urlaubsmitbringsel von herrenloser Tiere in unsere
Region eingeführt werden. |
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24. Babesiose, Piroplasmose |
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Die Babesiose ist weltweit verbreitet,
jedoch hauptsächlich in den Tropen und den Mittelmeerländern.
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Die Erkrankung wird ähnlich der
Borreliose durch Zecken jedoch von der Braunen Hundezecke (Rhipicephalus
sanguineus) übertragen und breitet sich langsam
nach Norden aus. So sind jetzt schon weite Gebiete auch Norditaliens,
Ungarn, südliche Westschweiz sowie Region Basel betroffen.
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Eine Ausdehnung auch auf Deutschland und
damit die Übertragung von Zecken in unserem Raum ist inzwischen
nachgewiesen.
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- Inzwischen (2007) wurde Babesiose
auch in folgende Länder nachgewiesen:
- Deutschland, Belgien, Niederlande,
Frankreich, Südschweiz, Südösterreich, Norditalien, Slowenien, Tschechien,
Südpolen, Ungarn, Rumänien, Ukraine
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Die IKZ ist kürzer als bei der
Borreliose und beträgt 5-7 Tage (bis 3 Wochen).
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Junghunde, Tiere im Stress und
Hunde mit gleichzeitig anderen Parasitenbefall zeigen meist einen
kurzen, schweren Krankheitsverlauf
mit Atmungs- und Kreislaufstörungen oder Blutungsstörungen. Hier tritt bereits nach kurzer
Zeit der Tod ein.
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Zu den typischen Symptomen einer
akuten Erkrankung
zählt Mattigkeit, Schwäche,
Fieber (- 42 Grad C), Erbrechen, blasse bis gelbliche Schleimhäute, rot-grünbrauner
Urin, Anzeichen von Nierenversagen, Gelbsucht, Leber-Milz-Erkrankungen.
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Bei einer
chronisch, schleichenden Erkrankung
stehen Fieber, Abmagerung, Teilnahmslosigkeit
und Zeichen
einer Lebererkrankung im
Vordergrund, aber auch neurologische Störungen wie
Inkoordination, epileptische Anfälle,
Aggressionen sind möglich.
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Vorbeugend kann auch hier eine intensive
Zeckenbekämpfung zur Unterdrückung der Übertragungswege
empfohlen werden.
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In den südlichen Ländern gibt
es einen Impfstoff, der 2 - 3 Monate vor einer Auslandsreise
geimpft werden kann. Dieser Impfstoff ist in Deutschland nicht
zugelassen. Eine Infektion ist trotz Impfung möglich, jedoch
verhindert die Impfung die Todesfälle.
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Ein weiteres in Deutschland zugelassenes
Medikament schützt Hunde vor einer Infektion, wenn es 4
Wochen vor der Infektion gegeben wird, jedoch lassen die Nebenwirkungen
des Präparates einen gefahrlosen Prophylaxeeinsatz nur bedingt
zu.
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Wichtigste Vorbeugemassnahme bleibt ein
guter Zeckenschutz sowie das tägliche Kontrollieren des Hundes auf
Zeckenbefall sowie die schnellstmögliche Entfernung vorhandener Zecken.
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© 2000 -2011 Text und
Bilder: Dr. Kristine Hucke, Wiesbaden |
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