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Giftpflanzen in der Weihnachtszeit

Weihnachtsstern - giftig für Haustiere

Jetzt kommt die dunklere Jahreszeit und wir versuchen mit Pflanzen und Gestecken die Sommerfarben zu erhalten um es uns in der Wohnung gemütlich zu machen.
Aber Vorsicht:
Viele dieser Pflanzen sind giftig für unsere Haustiere!

Hier eine Aufstellung einiger Pflanzen, die wir nicht in Erreichbarkeit unserer Vierbeiner und Vögel aufstellen sollten:

Alpenveilchen

Alpenveilchen (Cyclamen persicum)

Diese klassische Zimmerpflanze kann Magenbeschwerden und Brechdurchfälle auslösen.
Besonders hohe Dosen führen zu Herz-Kreislauf-Versagen und Atemstillstand.

 

Amaryllis-Zwiebel

Amaryllis (Hippeastrum species / Amaryllis belladonna)

Besonders giftig ist die Zwiebel. Früher wurden Extrakte der Belladonna-Lilie sogar als Pfeilgift verwendet.
Es kann zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Zittern, Krämpfen, Herzrhythmusstörungen und Luftnot kommen.

 

Amaryllis-Blüte

Amaryllis (Hippeastrum species / Amaryllis belladonna)

So sieht die Amaryllis in voller Blüte aus.
Die langen, schmalen Blätter dieser beliebten Zimmerpflanze sehen leider nicht nur für uns Menschen sehr anziehend aus.
Werden sie jedoch verschluckt, kann das Bauchschmerzen auslösen, bis hin zu Durchfall und Erbrechen, Apathie und Zitterkrämpfen.

 

Azalee

Azalee (Rhododendron species)

Diese Blütenwunder werden oft verschenkt.
Aber Vorsicht: Sie enthalten Acetylandromedol, das zum Herz-Kreislauf-Kollaps führen kann!
Das Gift führt zu rauschartigen Zuständen mit vermehrtem Speichelfluss, Taumeln, Apathie und Erbrechen.
In besonders schweren Fällen können sogar Krämpfe, Koma und Herzversagen die Folge sein.

 

Beereneibe - Taxus

Beereneibe (Taxus baccata)

Nadeln und Samen der Eibe sind für Haustiere sehr giftig, der rote Samenmantel nicht.
Giftige Inhaltsstoffe sind verschiedene Alkaloide, die zum Herzstillstand führen können.
Eine Vergiftung kann sich durch Magen- und Darmreizungen, Krämpfe, Herz- und Kreislaufkollaps und Atemlähmung äußern. Außerdem sind Leber- und Nierenschäden möglich

 

Buchsbaum

Buchsbaum (Buxus sempervirens)

Dank des bitteren Geschmacks werden frische Pflanzenteile selten aufgenommen, gefährlich ist aber auch die getrocknete Pflanze (z.B. in Floristikgestecken).
Beim Hund beträgt die tödliche Dosis 5 g Blätter pro kg Körpergewicht.
Die Symptome sind Erbrechen, Durchfall, Erregungszustände und Krämpfe, sowie Lähmungen. Der Tod tritt durch Lähmung der Atmung ein.

 

Christusdorn

Christusdorn (Euphorbia milii)

Der Milchsaft des Christusdorns ist haut- und schleimhautreizend. Hat Ihr Tier an einem Christusdorn geknabbert, kann es zu Speicheln, Reizung der Maulschleimhaut, Bauchschmerzen und Bauchkrämpfen kommen.
Ist das Auge des Tieres mit dem Milchsaft des Christusdorns in Berührung gekommen, sind vorübergehende starke Sehstörungen möglich.

 

Christuspalme

Christuspalme (Ricinus communis)

Rizinusöl ist vielen Menschen als Brechmittel ein Begriff. Im Gegensatz zum ungiftigen Öl, das aus den Samen gewonnen wird, ist die Pflanze hochtoxisch.
Neben sofortiger Schleimhautreizung werden Magen, Darm, Leber und Nieren geschädigt, was mit Erbrechen und Krämpfen einhergeht. Da zusätzlich das Blut gerinnt, tritt schließlich nach etwa zwei qualvollen Tagen der Tod ein.

 

Christrose

Christrose (Helleborus niger)

Alle Teile der Pflanze enthalten toxische Inhaltsstoffe wie Saponine, Protoanemonin und Hellebrin.
Die Symptome einer Vergiftung mit der Christrose ähneln einer Überdosierung von sogenannten Herzglykosiden (Digitalis, Fingerhut) – es kann zu Erbrechen, Durchfall, Schwindel und Kreislaufkollaps kommen.

 

Efeu/Zimmerefeu

Efeu / Zimmerefeu (Hedero helix)

Ursprünglich eine reine Gartenpflanze, ist Efeu mittlerweile mit verschiedenen dekorativen Blattformen und -farben erhältlich und hat dadurch Einzug in viele Wohnzimmer gehalten.
Alle Sorten können jedoch Brechdurchfälle, Kopfschmerzen und erhöhte Pulsfrequenz auslösen, sowie bei direktem Kontakt Hautreizungen hervorrufen.

 

Adventskranz mit Thuja-Zweigen

Lebensbaum (Thuja species)

Wie hier im Bild wird Thuja oft für Gestecke benutzt (hellgrüne Zweige).
Alle Pflanzenteile des Lebensbaums sind für Tiere hoch giftig, insbesondere die Blätter. Diese können die Haut und Schleimhäute des Tieres reizen, Krämpfe verursachen sowie Leber und Nieren schädigen.
Außerdem sind Übelkeit, Brechreiz, Blähungen und Durchfall mögliche Anzeichen einer Lebensbaum-Vergiftung.

 

Mistel (Viscum album)

Mistel (Viscum album)

Der Brauch, sich unter einem Mistelzweig zu küssen, bringt die Mistelzweige zur Weihnachtszeit in unsere Wohnzimmer.
Besser nicht in Tierhaushalte!
Denn alle Planzenteile sind giftig und lösen Magen-Darm-Beschwerden und Erbrechen aus.
Einige Stunden nach Giftaufnahme zeigen die Tiere Erbrechen, Durchfall, Fieber und starken Durst, Krämpfe, Bewegungs und Sensibilitätsstörungen, Koma und Herzstillstand.

 

Glücksklee

Sauerklee / Glücksklee (Oxalidaceae)

So klein, und auch nur ein kleines Mitbringsel für einen guten Start in ein neues, erfolgreiches Jahr?
Aber leider doch ungesund, die ganze Pflanze ist giftig!

 

Wacholder

Wacholder (Juniperus sabina)

Auch der Wacholder mit seinen blauen und grünen Beeren wird immer öfters in Gestecken und Adventskränzen verarbeitet.
Aber, der Wacholder ist hochgiftig, vor allem die Zweigspitzen

 

Wacholder

Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima)

Der Saft dieses Wolfsmilchgewächses verursacht Entzündungen der Maulschleimhaut, Erbrechen und Durchfall. Weiterhin Muskelzittern, schwankenden Gang, Kreislaufversagen und Lungenödeme. Auf der äußeren Haut kann der Milchsaft Reizungen mit Bläschenbildung und allergischen Reaktionen auslösen. Gelangt Saft ins Auge, so entstehen starke Entzündungen.

 

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!
Wir möchten Ihnen nur einige Gefahrenstellen in der Weihnachtszeit aufzeigen und Vergiftungen verhindern
Herzlichen Dank dem Blumengeschäft "Blumenfreude" in der Hasengartenstr.25 für die Unterstützung bei den Bildern!