Dr. med. vet. Kristine Hucke, prakt. Tierärztin
Dotzheimer Str. 135a, 65197 Wiesbaden
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Infektionskrankheiten

 
8. Herpesvirus - Hund
 
Im Gegensatz zum Herpesvirus der Schweine ( Aujeskysche Krankheit ), das auch bei Hund und Katze tödliche Erkrankungen auslösen kann, ist das Herpesvirus des Hundes nur für den Hund ansteckend.
Welpen können bereits in der Gebärmutter ( intrauterin ), in den Geburtswegen oder durch andere Welpen angesteckt werden.
Erwachsene Hunde durch naso-oralen Kontakt mit dem Virus oder beim Deckakt.
IKZ: 7 Tage.
Bei Welpen sind oft Unterkühlung mit allgemeinen Krankheitssymptomen vordergründig zu sehen.
Bei schwerem Verlauf zeigt sich gelbgrüner bis blutiger Durchfall bei zunächst erhaltener Sauglust. Dies wird gefolgt von Erbrechen, Würgen, Wimmern, Haut- und Schleimhautblutungen. Fieber fehlt, der Tod tritt nach 1 - 2 Tagen ein.
Die Erkrankung ist selten tödlich verlaufend, hauptsächlich jedoch bei Welpen in der 2. - 3. Lebenswoche.
Nach dem Überstehen dieser Akutphase sind oft zentralnervöse Störungen des Kleinhirns oder Augenmißbildungen sichtbar.
Bei der erwachsenen Hündin zeigt sich die Erkrankung durch eine vaginale Infektion mit Bläschenbildung. Die Hündinnen sind oftmals steril oder haben keine großen Würfe mit erhöhter Totgeburtrate.
Beim Rüden kann nur eine lokale Entzündung des Penis und der Vorhaut gesehen werden. Diese Tiere sind jedoch dann die Überträger beim Deckakt, gerade bei vielfrequentierten Deckrüden kann das Virus auf diese Weise weit gestreut werden.

 

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