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Infektionskrankheiten

10. Aujeskysche Krankheit, Pseudowut, Juckpest

Eine tödlich verlaufende Infektion des Hirnstammes mit einem Schweine-Herpesvirus.
Besonders gefährdet sind Jagdhunde, Hunde mit Freilauf in Wildschweingebieten, aber auch durch Verfütterung von rohem Schweine- oder Wildschweinfleisch. Auch Katzen können erkranken, jedoch seltener als Hunde.

Die Ansteckung erfolgt durch das Fressen von virushaltigen, nicht erhitzten Innereien vom Schwein oder rohem Schweinefleisch, auch besonders von Wildschweinen.
In seltenen Fällen soll auch allein durch den Kontakt mit Schwarzwild eine Übertragung auf den Hund stattgefunden haben.

Die IKZ beträgt 2 - 9 Tage.

Die Symptome ähneln zunächst der Tollwut mit Ruhelosigkeit, Mattigkeit, rasch eintretendes, starkes Speicheln infolge von Schluckbeschwerden, schwankender Gang.
Ein typisches Zeichen ist der starke Juckreiz, an den Ohren und der Nase beginnend. Dadurch kommt es zur Selbstverstümmelung.

Innerhalb von 24 - 48 Stunden kommt es zu Bewußtseinsstörungen, Lähmungen und zum Tod.

Diese Erkrankung kann nur durch konsequentes Unterbinden sowohl des Kontaktes als auch der Fütterung von rohem Schweinefleisch oder dessen Innereien verhindert werden.

Auf Grund der hohen Widerstandsfähigkeit des Virus kann Muskelfleisch und Knochenmark bei -18 C bis zu 36 Tage, gepökeltes Fleisch bis zu 20 Tage infektiös sein.
Durch die Fleischreifung wird das Virus nicht abgetötet, selbst bei Fäulnis ist mit eine Infektiösität bis zum 12. Tag zu rechnen. (Quelle: LAVES)

Der Kontakt mit Wildschweinen sollte vermieden werden, denn:
In seltenen Fällen kann es durch den direkten Kontakt des Hundes mit dem Wildschwein oder indirekt über Ausscheidungen infizierter Wildschweine zu einer Virusübertragung mit anschließender Infektion des Hundes kommen, die in der Folge einen tödlichen Verlauf nimmt

2/2016:
Bei Wildschweinen der hessischen Landkreise Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Hersfeld- Rotenburg, Main-Kinzig-Kreis, Odenwaldkreis, Wetteraukreis, Vogelsbergkreis und Fulda treten nach wie vor vereinzelt Fälle auf.

In Deutschland wurde in den vergangenen zehn Jahren bei einigen Hunden eine tödlich verlaufende AK-Infektion nachgewiesen, so auch gerade wieder vom Hessischen Landeslabor in Giessen.