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Der Hund im Seniorenalter (2)

Wer kann das Altern unserer Hunde beeinflussen?

1. Die Züchterin / der Züchter:

Die genetischen und einige gesundheitliche Voraussetzungen können die Züchter beeinflussen. Deshalb ist es wichtig einen erfahrenen Züchter zu suchen, von dem man seinen Hund kauft.

2. Die Hundehalterin / der Hundehalter:

Der Hundehalter kann über Haltung, Fütterung, Vorsorgeuntersuchungen und Gesundheitskontrolle die Aktivität, die Bewegung, das Körpergewicht, die Durchblutung der Organe, den Verschleiß von Gelenken, Muskeln und allen anderen Organen, die Kontrolle über die Muskulatur, die Körperpflege und die Aggressionskontrolle beeinflussen.

3. Die Tierärztin / der Tierarzt:

Durch ständige Aufklärung und Beratung vom Welpen an. Hierfür sollten wir Tierärzte uns viel Zeit nehmen!
Ermunterung zu Welpenspielkreisen, Hundegruppen mit regelmäßigen Treffen und freien Kontakten und Spiel- und Rangelmöglichkeiten.

Anbieten von Vorsorgeuntersuchungen über das Röntgen von Hüften und Ellenbogen sowie Augenuntersuchungen hinaus.

Alte Hunde können genauso gut wie junge Hunde neue einfache Aufgaben lernen. Hierbei gibt es individuelle Unterschiede. Das Erinnerungsvermögen nimmt ab, deshalb brauchen sie tägliches Üben und Konsequenz.
Auch hier sind individuelle Unterschiede vorhanden. Einfache Assoziationen bleiben erhalten.

Alle kognitiven altersbedingten Veränderungen werden als
CDS – Cognitives Dysfunktions Syndrom bezeichnet.

CDS kann nur durch gute Beobachtung und Ausschlussverfahren (diese Funktion ist noch erhalten und diese nicht mehr) diagnostiziert werden. Es gibt noch keine Enzym- oder andere Labortests.

Die Behandlungsmöglichkeiten des CDS sind noch limitiert, da nicht ausreichend erforscht.

Warum ist das Gehirn so empfindlich?

  • Die hohe Lipidkonzentration wird durch freie Radikale zerstört.
  • Der hohe Sauerstoffbedarf führt zu stärkerer Oxydation.
  • Es sind nur eine geringe Anzahl von Antioxidantien im Gehirn vorhanden, um es zu schützen und Zerstörungen zu reparieren.
  • Mit zunehmendem Alter tritt ein Verlust an Neuronen auf und das Gehirn atrophiert.
  • Mit zunehmendem Alter nimmt der ß-Amyloid-Spiegel zu und dessen Toxizität vergrößert sich.
  • Mit zunehmendem Alter erhöht sich die Produktion von freien Radikalen.
(c) Auszüge eines Vortrages von Dr. Wolf Dieter Schmidt von 2005
 Ein Service für die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Kleintierpraxis im BPT e.V.

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