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Der Hund im Seniorenalter (5)

DISH =
Desorientierung - Interaktionsveränderungen - Schlafverhaltensänderungen - Hausverunreinigung

Leiden ist immer – nicht nur im Alter - subjektiv und nicht messbar.
Altersveränderungen nehmen zu, müssen sich aber nicht negativ auswirken.

Ein medizinisch gut betreuter Hund – vom Welpen bis zum alten Hund – hat nicht so starke Altersveränderungen und leidet nicht so stark wie ein unterversorgter.

Die genetische Veranlagung ist ebenso wichtig.
Ein guter genetischer Pool, Pflege und optimale Fütterung sorgen für eine gute Konstitution.

Zusammen mit guter veterinärmedizinischer Versorgung und Vorsorge sind sie die beste Versicherung für das Altwerden.

Die 4 hauptsächlichen altersbedingten Verhaltensänderungen haben im amerikanischen die Abkürzung DISH:

  • D esorientierung
  • I nteraktionsveränderungen
  • S chlafverhaltensänderungen
  • H ausverunreinigung
  • Desorientierung = Orientierungsverlust – Verwirrung, Ziellosigkeit, normale Umgebung, Handlungen und tägliche Routinen werden vergessen bzw. nicht erkannt.
  • Interaktionsveränderungen = Familienmitglieder werden nicht mehr oder nur mit geminderter Freude begrüßt, Streicheln wird vermehrt eingefordert und die Hunde verlangen immer wieder nach Aufmerksamkeit.
  • Schlafverhaltensänderungen = Schlafgewohnheiten und –verhalten ändern sich, nächtliches Wandern und Unruhe tritt auf.
  • Hausverunreinigungen = der Hund macht nicht mehr wie gewohnt auf sich aufmerksam, wenn er raus muss und / oder die Kontrolle über den Schließmuskel von Blase und / oder Darm kann verloren gehen.

In einer Studie (9.) bei 300 BesitzerInnen mit älteren Hunde zeigten:

  • 75 % eine Verhaltensänderung von DISH.
  • 37 % mehr als eine Verhaltensänderung von DISH werden innerhalb einer Woche gezeigt.
  • 32 % berichteten von mehr als drei Verhaltensänderung von DISH.
  • Nur 12 % haben mit ihrem Tierarzt / Ihrer Tierärztin über DISH gesprochen. Wir sollten also die Besitzer älterer Hunde daraufhin ansprechen. So haben wir die Chance unseren Patienten und ihren Besitzern zu helfen.

Andere Studien (10. und 11.) ergaben, dass bei:

  • 74 % älterer Hunde Verunreinigungsprobleme im Haushalt auftreten
  • 61 % die freudige Begrüßung von Familienmitgliedern nachlässt.

Unsere alten Hunde passen sich besser an die Altersveränderungen an als die meisten Besitzer / Besitzerinnen.
Für Hund und Mensch ist das Altern nicht immer ein Vergnügen, aber bei unseren Hunden bleibt die Laune meist gut, im Gegensatz zu vielen alten Menschen.
Der Besitzer / die Besitzerin muss den alten Hund vor Unfällen schützen.
Das Schlaf- und Fraßverhalten ändert sich, Gewohnheiten ändern sich.
Aus einem Frühaufsteher wird ein Langschläfer. Ein Langschläfer steht schon nachts vor dem Bett.
Der Hund wird unsauber, er verliert im Schlaf bzw. beim Laufen, Stehen und / oder Sitzen Urin bzw. Kot.

Wie mache ich einen alten Hund wieder „jung“?

  • Tägliche Übungen
  • Beobachtung und Vorsorge
  • Altersgerechtes Futter

Jeden Tag ein Bisschen – ein ganzes Leben lang.

(c) Auszüge eines Vortrages von Dr. Wolf Dieter Schmidt von 2005
 Ein Service für die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Kleintierpraxis im BPT e.V.

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