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Heimtierfütterung - Tierarztpraxis Dr. Kristine Hucke Wiesbaden

Das Einmaleins
der Heimtierfütterung

Gesunde Nahrung für Kaninchen und Nagetiere (4)

Eine empfindliche Verdauung

Das Zusammenspiel der mikrobiellen Darmflora kann leicht aus dem Gleichgewicht geraten.
Durchfallerkrankungen kommen beim Kaninchen relativ häufig vor und sind oft Folgen einer falschen Ernährung. So kann eine ungewohnte Kost den Darm reizen und die Darmflora stören.

Ist ein Futterwechsel unvermeidbar, sollten Kaninchen daher sehr langsam an das neue Futter gewöhnt werden. Grundsätzlich muss das Futter stets frisch sein. Gespritztes, nur unzureichend gewaschenes oder nicht ausreichend abgetrocknetes Gemüse oder Obst kann Durchfall auslösen.

Melassehaltiges Trockenfutter, Getreide und Snacks wie Joghurtdrops und Knabberstangen können die Funktion des Darms beeinträchtigen.

Eine willkommene Ergänzung zum Heu ist frisches Gras von der Wiese. Doch weil es besonders im Frühjahr viel Eiweiß enthält, sollten die Tiere davon nur kleine Portionen aufnehmen. Stürzen sich die Tiere auf das frische Grün, kann es schnell zu Blähungen oder Durchfall kommen – besonders wenn Klee gefressen wird.

Im schlimmsten Fall gast der Magen-Darm-Trakt auf, die Tiere haben starke Schmerzen und können an Kreislaufversagen versterben. Oft kommt tierärztliche Hilfe zu spät.
Daher sollte vor allem das erste frische Grünfutter im Frühling in kleinen Rationen angeboten werden. Der Auslauf auf der Wiese wird am besten kontrolliert, unter anderem damit das Kaninchen nicht an Giftpflanzen knabbert.

Verdauungsstörungen entstehen auch, wenn das Tier nicht frisst, zum Beispiel aufgrund von Zahnfehlstellungen. Die restliche Nahrung verbleibt zu lange im Darm und es kommt zu Fehlgärungen.

Vor allem Jungtiere stecken sich häufig mit Viren, Bakterien, Hefen oder Parasiten an, welche eine Darmentzündung auslösen.
Ein häufiger Grund für Durchfall ist auch die Aufnahme von Fremdkörpern wie Plastik. Bewegungsmangel und Übergewicht führen ebenfalls zu Darmproblemen.

Doch nicht immer, wenn im Kaninchenstall ungewöhnlich aussehender Kot zu finden ist, handelt es sich um Durchfall: Kaninchen haben zwei verschiedene Kotarten. Der normale Kot wird in Form von runden, etwa erbsengroßen, braunen Kotbällchen abgesetzt. Der Blinddarmkot dagegen ist dunkler, leicht glitschig und besteht aus kleinen, etwa linsengroßen Kugeln, welche traubenförmig zusammenhängen. Er dient der Energiegewinnung und wird normalerweise direkt vom After wiederaufgenommen, sodass der Tierbesitzer ihn nicht zu sehen bekommt. Bei der zweiten Darmpassage können dem Körper die Nährstoffe und Vitamine zugeführt werden, die im Blinddarm während des ersten Durchgangs nicht verwertet werden konnten.

Ist das Tier jedoch krank, hat Stress oder bekommt zu proteinhaltige Kost, wird der Blinddarmkot nicht aufgenommen und ist im Gehege zu finden. Dies kann leicht mit Durchfall verwechselt werden.

 

Text:
Mit freundlicher Genehmigung der Schlüterschen Verwaltungsgesellschaft mbH vom 23.5.2013 Quellnennung: Der Praktische Tierarzt 94 (Ausgabe 4/2013) - Sonderheft 1/13 "Diät für Haustiere" (E-Paper), Schlütersche Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Hannover, (Seite 41 - 43).

 

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