Motorradtour Ostern 2002:
 Italienische Riviera - Cinque Terre - Gardasee
 
Der zweite Tag:
Comer See - Milano - Busalla - Cogorno - Sestri Levante - Monéglia
Am frühen Morgen heißt es erst einmal Eiskratzen, beide Motorräder sind in einer weißen Hülle eingepackt, auch unsere Camping-Motorrad-Nachbarn, die mit einer hervorragenden Polo-Campingausrüstung reisen, müssen dieses Los mit uns teilen. Schnell ist der erste Kaffee gekocht, das Zelt verstaut und weiter geht es Richtung Süden, Richtung Sonne. Wir benutzen wieder die Autobahn zum schnelleren Überwinden der Poebene  (E 35 / E 62) Richtung Genua. In Busalla (ca. 30 km vor Genua) verlassen wir die Autobahn und tauchen direkt in das italienischen Hinterland ein. Über Casella, Montoggio fahren wir nach Laccio, durchqueren den Passo della Scoffera im Tunnel und fahren über Bargagli, Lumarzo,Tribogna,Cicagna langsam zu Tal.

 

Ich rieche es schon, ja, ich rieche das Mittelmeer. Bei Cogorno erreichen wir die Küste, folgen der SS 1 Richtung La Spezia. In Sestri Levante tauchen wir in den Strandrummel eines Ostersamstags. Wir finden noch einen Tisch am Strand, Füsse in den Sand und genießen einen Cappuccino. Ja, hier ist Italien pur, hier flaniert die italienische Gesellschaft. Doch wir müssen noch etwas weiter, suchen einen Campingplatz direkt am Meer, direkt in einer Felswand. Die Uferstrasse Richtung Cinque Terre verläuft zum Teil in Tunneln. Die Strecke ist einspurig, so ergeben sich lange Wartezeiten bis die Ampel zweimal in der Stunde für 5 Minuten auf Grün springt. Wir entschließen uns für die SS1, die etwas weiter oben am Hang entlangläuft. Nach wenigen Kilometern bergauf kommt auch schon das kleine Hinweisschild: Moneglia. Ja, hier wollen wir hin, also geht es rechts ab und den steilen Berg hinab.

 

 
Ich zirkel langsam um die spitzen Kurven, die Strasse ist schmal, auch zu schmal für ein Auto und ein Motorrad, also langsam, ganz langsam fahre ich mit meiner noch etwas ungewohnten und vollbepackten Twin den Berg hinab. In Moneglia hat Dirk schon die Lage gesichtet, wir müssen doch durch den Tunnel, denn mitten im Tunnel ist die kleine Abfahrt zum Campingplatz, der wegen seiner engen Zufahrt für Wohnwagen gesperrt ist. Nach zehn Minuten hat die Ampel ein Einsehen, es ist fünf vor Zwei und für 5 Minuten darf in den Tunnel eingefahren werden.

Moneglia in der Dämmerung, vom Campinglatz aus gesehen

   

Moneglia am Abend

Wir haben Glück, es ist noch Platz auf diesen in den Fels gehauenen Campingplatz (Villaggio Camping Smeraldo), wir bekommen einen Platz auf der unteren Terrasse, die Motorräder stehen direkt unter uns, 3 Meter oberhalb der Brandung. Am Abend sind die vielen Lichter entlang der Küste und besonders das Ortsbild von Moneglia sichtbar. Für mich einer der schönsten Campingplätze, mit für italienische Verhältnisse guten Sanitärbedingungen.
 

 

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Tourenüberblick

© 2000 - 2010 Text und Bilder: Dr. med. vet. Kristine Hucke, Wiesbaden