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Reisekrankheiten - Informationen der Tierarztpraxis Dr. Kristine Hucke, Wiesbaden

Reisekrankheiten

Schutz vor Blutsaugern Teil 2:
Mücken als Überträger von Reisekrankheiten

 

Wie kann ich meinen Hund schützen?

Einen hundertprozentigen Schutz gegen Mückenstiche gibt es leider nicht. Der beste Schutz ist, seinen Vierbeiner nicht in die bekannten Risikogebiete rund um das Mittelmeer mitzunehmen.

Verbringt man den Urlaub in einem Risikogebiet, sollte man dafür sorgen, dass der Hund möglichst nicht gestochen wird. Nach Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang, also in der Zeit des Tages, in der die Mücken am aktivsten sind, sollte man seinen Hund im Haus halten. Keinesfalls sollte der Hund im Freien übernachten, z. B. auf der Veranda. Fenster und Türen von Räumen, in denen der Hund untergebracht ist, lassen sich durch engmaschige Moskitonetze sichern. Insbesondere bei Reisen in Hochrisikogebiete sollte man sich nicht allein auf diese allgemeinen Maßnahmen zur Mückenabwehr verlassen. Hier sollten Sie auf moderne Wirkstoffe zum Schutz gegen Mücken und blutsaugende Insekten zurückgreifen. Klären Sie mit Ihrem Tierarzt, welche Prophylaxe für Ihren Hund und für Ihr Urlaubsland ratsam ist und ob verschiedene Mittel kombiniert werden müssen.

Wichtig ist die sachgerechte Anwendung: So muss die Behandlung rechtzeitig vor der Ankunft des Hundes in der gefährdenden Region vorgenommen und gegebenenfalls regelmäßig wiederholt werden. Der Bundesverband Praktizierender Tierärzte und die Deutsche Gesellschaft für Kleintiermedizin empfehlen in einer Leitlinie zur Verhinderung der Erregerübertragung durch Blut saugende Insekten bei Hunden zahlreiche Wirkstoffe, die nicht nur gegen Mücken, sondern auch gegen Milben, Flöhe und Zecken wirksam sind. Je nach Wirkstoffgruppe haben die Substanzen eine abschreckende (repellierende) und/ oder schnell abtötende (insektizide und akarizide) Wirkung auf Parasiten. Die Wirkstoffe werden in verschiedenen Verabreichungsformen angeboten.

Meist handelt es sich um Lösungen, die als sogenannte Spot-on-Präparate in den Nacken des Hundes geträufelt werden, von wo aus sich der Wirkstoff über das gesamte Fell des Hundes verteilt. Der Vorteil einer Spot-on- Verabreichung liegt darin, dass die antiparasitische Wirkung sehr schnell, meist innerhalb von 24 Stunden einsetzt. Eine Spot-on-Verabreichung muss im Allgemeinen monatlich wiederholt werden.

Bei anderen Wirkstoffen dient ein Halsband als Substanzträger. Der Vorteil ist, dass der Wirkstoff in diesem Fall über einen langen Zeitraum von bis zu einem halben Jahr kontinuierlich aus dem Halsband freigesetzt wird. Die Halsbänder müssen, um ihre volle Wirksamkeit zu erreichen, etwa zwei Wochen vor Reiseantritt angelegt werden.

Wenn Ihr Hund trotz vorbeugender Maßnahmen zu Hause Krankheitssymptome zeigt, gehen Sie umgehend zum Tierarzt. Oft lässt sich das Schlimmste verhindern, wenn die Krankheit früh erkannt wird.

Text und Fotos:
Mit freundlicher Genehmigung der Schlüterschen Verwaltungsgesellschaft mbH vom 5.4.2012
Quellnennung: Der Praktische Tierarzt 93 (Ausgabe 4/2012) - Sonderheft "Hund und Katze gehen auf Reise" (E-Paper), Schlütersche Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Hannover, (Seite 44 - 49).

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Themen zu den Reisekrankheiten:

Teil A: Reisekrankheiten und ihre Verbreitungsgebiete
Teil 1: Schutz vor Blutsaugern Teil 1: Zecken als Überträger von Reisekrankheiten
Teil 2: Babesiose, Ehrlichiose, Anaplasmose, Hepatozoonose, Borreliose
Teil 3: Schutz vor Blutsaugern Teil 2: Mücken als Überträger von Reisekrankheiten
Teil 4: Leishmaniose, Dirofilariose
Teil 5: Reisekrankheiten (alter Artikel)
Teil 6: eingeschleppte Infektionskrankheiten (alter Artikel)

 

Praxis:

Dr. Kristine Hucke
Dotzheimer Str.135a
65197 Wiesbaden
Tel: 0611 - 48 908

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