Irland 2001 - Die Tourbeschreibung

Der fünfte Tag  

Der fünfte Tag ist schnell erzähl:

Es regnet! Ja, auch uns hat es in Irland einen, wirklich nur einen, Regentag beschert. Aber einfach nur rum sitzen wollen wir auch nicht, es ist ja unser letzter Tag in Boyle, am nächsten Tag wollen wir Richtung Südwesten aufbrechen. Wir studieren die Karte, der Westen mit seiner Küste lockt uns. Und der Regen hat ja auch wieder aufgehört. Eddie schließt sich unseren Plänen an und so fahren wir, wieder beflügelt durch die vielen Stechmücken, schnell nach Boyle.

  Tierarztpraxis in Boyle

 

Auf der Landstraße 294 geht es westwärts. Doch leider beginnt es bald wieder zu regnen, in Tobercurry hat es sich dann richtig eingeregnet. Also, was tun? Wir suchen einen Pub, doch um diese Uhrzeit am Vormittag sind alle geschlossen. Schon etwas missmutig ziehen wir wieder unsere Regenkleidung über. Doch da kommt ein ältere Mann vorbei, ich sehe meine letzte Chance für einen wärmenden Kaffee und frage ihn mit meinem eingerosteten Schulenglisch. Er lacht mich an und antwortet mir in Berliner Platt! Ja, wir haben alle Drei gestaunt! Er erzählt uns von seiner deutschen Frau und den Kindern, die dadurch zweisprachig aufgewachsen sind und er hat so auch immer etwas Deutsch gelernt. Und einen Kaffeetipp hat er auch für uns! Und was für einen! Eine ganz urige irische Kneipe mit allem Alten, was der Haushalt so an Antikem hergibt, hängt von der Decke. Töpfe, Pfannen, Handtaschen, Bettpfannen....Wir genießen unseren Kaffee, schnell sind es zwei und Eddie gibt noch eine Lokalrunde für die Einheimischen am Tresen.

 

Dann geht es weiter, im Regen, leider. In Ballina angekommen, bin ich inzwischen gut durchgeweicht. Meine Regenhose allein reicht nicht und meine Regenjacke hatte ich am Vortag verliehen. Fataler Fehler! Ja, wie schon erwähnt, die Stechmücken hatten unsere Vorbereitungen empfindsam gestört. Gestern fehlte Dirk der Pullover und ich half ihm mit meiner Regenjacke aus, heute fehlte mir meine Regenjacke und ich fror lausig. Beim Mittagessen, wieder wurde mein Wunsch nach einer schönen Fischportion nicht erfüllt, studierten wir die Karte. Was sollten wir machen? Zurück, die gleiche Strecke? Oder etwa...., ja, die Idee war sehr gut! Über die N59 Richtung Norden, nach Sligo! Und dort?

 

Der Strand bei Sligo

Ins Algenbad, unter die warme Dusche und ins warme Algenbad! Dieser Gedanke ließ uns nicht mehr los, schnell waren die 70 km nach Sligo abgespult und eine Algenwanne gebucht. Das war herrlich!! Jetzt so verfroren war das absolute Spitze, noch besser als am Sonntag, denn da schien die Sonne, aber jetzt... Wir verabredeten uns im nahe gelegenen Kaffee und die nächste Stunde genoss ich in der Wanne. Aber Vorsicht, man wird sehr müde davon! Und wir waren froh, dann abends schnell wieder in Boyle zu sein. Und der Regen hatte längst aufgehört!
 
Übrigens Mopvets trifft man in Irland zu dieser Zeit öfters: Auf dem Heimweg zeigen wir Eddie noch schnell ein Camping-Geschäft, und wer kommt uns da um die Ecke entgegen? Richtig! Ulli, Tina, Gerd und Christian, beim Stadtbummel!

 

 

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© 2000 - 2010 Text und Bilder: Dr. med. vet. Kristine Hucke, Wiesbaden