Irland 2001 - Die Tourbeschreibung

Der sechste Tag:

 
Der Abschied von Boyle naht. Wir wollen auf dem Rückweg zur Fähre noch einen Abstecher durch die Connemara und zum Cliff of Moher machen. So sind wir unter den Ersten, die in Boyle die Zelte abbrechen und sich von unseren Kollegen verabschieden. Andrea, unsere Gastgeberin aus Boyle, Tenne und Gerd, die nach Deutschland bzw. Österreich zurückfliegen. Moni und Ralph sind schon früh am Morgen aufgebrochen, sie wollen den Ring of Kerry noch abfahren. Peter muss sein Motorrad erst in Dublin abholen, Uli und Gerd sowie Tina und Christian wollen später aufbrechen.

Kuhweiden bei Boyle

 

   
So fahren wir zu Zweit nach dem Frühstück los, wieder haben wir schönes Wetter, der Abschied fällt schwer, aber die Freude auf die Connemara beflügelt auch. Das Hochland, die blühenden Rhododendren...
Zum letzten Mal fahren wir durch Boyle, an der Tierarztpraxis vorbei und auf der 361 Richtung Südwest.

 

Irgendwo westlich von Boyle

 

Und weiter und weiter, schöne Strassen und schöne Kurven, schöne Landschaft und die typischen Steinwälle als Begrenzung der Weiden. Ich mache ein paar Bilder, Dirk kommt zurück und ich frage ihn, wo wir denn hier sind. "Hmm, keine Ahnung, auf der großen Karte sind diese kleinen Orte nicht eingezeichnet und wohin wir jetzt weiter müssen, ist auch nicht ganz klar."  An der nächsten Kreuzung hole ich die große Karte hervor und nach einigem Suchen finden wir auch die vier Orte des Wegweisers: Wir stehen auf der Kreuzung zwischen Cloonfad, Kiltivna, Garranlahan und Poltremon! Also geht es weiter nach Dunmore, Ballagh und Tuam.

   

 

Weiter auf der N17 , eine große Regenwolke steht direkt vor uns, doch wir biegen schnell nach Westen auf die 333 ab. Glück gehabt, trocken geblieben! Kurz hinter Belclare machen wir unsere erste Rast.

Dann geht es weiter über Cross, Carrick, Conamona hinein in das Joyce Country. Man spürt den Begriff " größter Bauernhof Europas" richtig, überall Weiden, Kühe, Schafe. In Leenaun biegen wir auf die N59 , vorbei an Kylemore Abbey und den Lachsfarmen durch die Connemara bis Clifden.

Quo vadis? Nein, hier sind wir bei Belclare

   

 

Die Landschaft bei Cong Blick auf den Lough Corrib

 

Für einen Abstecher über die Küstenstrasse reicht unsere Zeit nicht, wir wollen noch nach Galway und zum Cliff. Also bleiben wir auf der N59 und fahren über die Hochebene mit der kargen Landschaft und den blühenden Ginster. Den Abstecher in die Altstadt von Galway geben wir schnell auf, hier ist der Trubel enorm, das sind wir nicht mehr gewöhnt.

Ballynahinch Lake

   

 

Der Burren, links und rechts die kahlen Berge

 

Kurz die Karte studiert, geht es weiter auf der N18 Richtung Süden. Richtung Burren und Cliff müssen wir rechts auf die N 67 abbiegen und mein Schutzengel muss kräftig zupacken: Ich habe beim Rechtsabbiegen den Gegenverkehr übersehen, war nur auf die abzweigende Strasse und die richtige Seite beim Einbiegen konzentriert. Aber in Irland fährt man Links und muss beim Rechtsabbiegen dementsprechend den Gegenverkehr beachten! Nichts passiert, Glück gehabt, aber der Schreck saß uns beiden in den Gliedern. Also gleich im nächsten Ort eine Kaffeepause, dann geht es frisch gestärkt weiter über den Burren.

   
Karg und felsig ist es dort oben. Wir fahren weiter Richtung Cliff of Moher und finden kurz vor dem Cliff einen herrlichen Campingplatz in Dolcin. Schnell ist das Zelt aufgebaut und die müden Knochen wieder munter. Also fahren wir noch am Abend auf das Cliff. Und das war super! Als Sozia genieße ich die Fahrt durch Knocknaiarabana ( dieser Ortsname hat es in sich, gell? ) zum Cliff.
 

 

 

Der Parkplatz ist fast leer, die letzten Touristen kommen die Treppen herab, die wir nun ersteigen. Der erste Blick an den Klippen herab ist schon sehr beeindruckend, aber dann..... Regenwolken haben sich über uns versammelt, es wird doch jetzt nicht anfangen zu regnen! Doch, es gibt einen kleinen irischen Regenguss, die letzten Touristen verlassen eilig die Klippen, wir sind allein auf der Höhe. Und dann? Ja, dann kommt ein herrlicher Moment, kaum zu beschreiben. Wie ein Vorhang erscheint der Regen auf dem Meer zurückzuweichen, die Wolken reißen auf, die Sonne scheint, und ein riesiger Regenbogen senkt sich vor dem Cliff ins Meer. Staunend stehen wir an der Klippe, Dirk findet als Erster die Sprache wieder und hat auch schon den Fotoapparat gezückt. Die Bilder sind toll, aber die Erinnerung an diesen Moment ist noch größer!

Das schönste Naturerlebnis der Irlandreise:

Der Regenbogen am Cliff of Moher

 

 

 

Tag 7 in Irland

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© 2000 - 2010 Text und Bilder: Dr. med. vet. Kristine Hucke, Wiesbaden