Dr. med. vet. Kristine Hucke, prakt. Tierärztin
Dotzheimer Str. 135a, 65197 Wiesbaden
Telefon: 0611 / 48908
 
 

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Motorradtour Sommer 2004

Provence - Pyrenäen - Carmargue

Tag 10: Andora - Adral - Coll del Canto - Sort - Llavosi - Esterri d' Àneu -Port de la Bonaigua - Val d'Aneu - Vielha - Coll du Portillon - Bagnères-deLuchon

 

Montag, auch die BMW-Servicestelle in Andorra hat jetzt wieder auf. Uns interessieren die Preise der Motorradkleidung. Gibt es auch bei BMW Rabatte bis 30-40% wie in den vielen anderen Motorradläden an der Strasse nach Spanien?

Die Antwort ist ernüchternd: Nein, nur 7 % könnten sie uns geben, denn die Ware müsste in Spanien eingekauft werden.... Also für einen Einkauf  bei BMW lohnt sich die Reise nach Andorra nicht !

So fahren wir weiter durch die große Zollstation Richtung Spanien, kontrolliert werden wir nicht, die Zollbeamten haben nur Augen für spanische Autos!

 
Spanien. Ich besuche dieses Land zum ersten Mal.

Der erste Eindruck ist schön: Die Sonne scheint, wenig Verkehr, saubere Orte, griffige Strassen! Mein Blick schweift in die Ferne, doch dann schaue ich wie gebannt auf meine Armaturen.

Was ist denn das? Ein blinder Passagier kommt an der Innenseite meiner Windschutzscheibe hervorgekrabbelt. Reckt den Kopf, streift mit den Armen den Staub aus dem Gesicht. Na ja, fast so....

 

Noch ist er schüchtern - Der kleine Grashüpfer

 

   

...und jetzt ganz keck

Der kleine Grashüpfer ist in Andorra aufgestiegen und möchte gern seine Verwandten in Spanien besuchen. Auch nicht? Nun, auch einen kleinen Grashüpfer treibt mal die Sehnsucht aus seiner Heimat. Er begleitet mich den ganzen Vormittag, verkriecht sich bei höherer Geschwindigkeit, balanciert am Rand der Windschutzscheibe bei langsamer Fahrt...

In Adral biegen wir nach Westen ab, auf einer herrlichen Strasse geht es in flotten Kurven über den Coll del Canto mit schönen Felsstrukturen und Farben nach Sort.

 

   
Sort, eine kleine Stadt am Rio Noguera Pallaresa, zunächst nur ein Geheimtipp bei Kanuten. Inzwischen hat Sort Weltruhm erlangt durch einen kleinen Kiosk, der wie viele andere auch Lose der staatlichen Weihnachtslotterie verkauft. Als sich die größeren Gewinne häuften, glaubte man, die goldene Hexe, die dem Kiosk seinen Namen gab, sei dafür verantwortlich. Fortan strömen die Menschen scharenweise in den kleinen Ort, um das große Geld mit den hier erworbenen Losen zu machen. Und es funktioniert: Treffer für umgerechnet 25 Millionen Euro wurden angeblich schon gezogen. Dass die Chance auf einen Gewinn angesichts der immensen Anzahl der verkauften Lotteriescheine statistisch gesehen steigen muss, scheint dabei kaum jemanden zu interessieren.
 
Da Sort aus dem Katalanischen übersetzt zudem "Glück" bedeutet, ist ein Ende der Erfolgsserie nicht in Sicht.

So ist Sort eine kleine Stadt mit vielen Hexen in den verschiedensten Versionen, eine davon wanderte auch in mein Reisegepäck und strahlt mich nun zuhause an "Protegeré esta casa - Buena Suerte".

Einen Lottereischein haben wir nicht erworben, den kleinen Laden gibt es nicht mehr und dem modernen Laden am Ortsausgang fehlt das Fleur der goldenen Hexe.

Zwei kleine Hexen in Sort

   
So besteigen wir wieder die Motorräder, von meinem kleinen Reisebegleiter schon mit den Fühlern winkend begrüßt, und weiter auf der C147 nach Norden entlang des Rio Noguera Pallaresa mit seinen Raftern.
 

Port de la Bonaigua

In Llavosi können wir uns auch eine solche Abkühlung im Fluss vorstellen und fragen beim Rafting Llavorsi-Zentrum nach, doch leider sind keine Boote frei.

So geht es auf zwei Rädern weiter nach Esterri d'Àneu.

Hier verlässt mich der kleine Grashüpfer, nach unserer Mittagspause muss ich den Port de la Bonaigua allein erklimmen.

   
Es ist ein herrlicher Pass, tolle Kurven, tolle Landschaft und die Ersatz-PS warten auch schon auf der Passhöhe. Hinab geht es durch schöne Kurven ins Val d'Aneu und weiter nach Vielha.

Unser Abstecher nach Spanien neigt sich dem Ende, der N230  nach Norden folgend, biegen wir in Bossòst nach Westen ab, die zunächst noch tief ausgefahrenen Serpentienen des Coll du Portillon hinauf.

 

Ersatz - PS

   

Oben auf der Passhöhe bemerkt man kaum den Grenzübergang und es geht wieder hinab nach Bagnères-de-Luchon, unserem Etappenziel. Die Champs-Elysèes von Luchon, die Allèes d'Etigny, entlang schlendernd geniessen wir den Abend bei einem guten Wein.

 

© 2000 - 2010 Text und Bilder: Dr. med. vet. Kristine Hucke, Wiesbaden