Dr. med. vet. Kristine Hucke, prakt. Tierärztin
Dotzheimer Str. 135a, 65197 Wiesbaden
Telefon: 0611 / 48908
 
 

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Motorradtour 2009

Schottland

3.Tag: Auchenlaire - Torhouse Stone Circle - Queensway -

Clatteringshaws Loch - New Galloway - Ayr - Brig o'Doon -

Dumbarton Castle - Loch Lomond - Ardgartan - Loch Long

 

Torhouse Stone Circle

.......

Der 2. Tag in Schottland beginnt um 7.00 Uhr mit leichtem Nieselregen auf das Zeltdach.....

ok, Schottland ist nicht Sizilien, also noch mal die Augen schliessen und etwas schlummern, doch dann treibt mich der Kaffeedurst und natürlich die schottische Natur aus dem Schlafsack.

Die Luft ist feucht, die Küste Nebel verhangen, Manfred zaubert aus dem Tiefen seiner bepackten Harley eine Zeltplane und konstruiert ein Dach über unserem Frühstückstisch.

Die Himmelsrichtung für die heutige Tour ist klar, wenn man vom Osten kommt und am Südzipfel Schottlands ist, kann es nur nach Norden gehen. Doch zunächst machen wir einen Abstecher zu dem Torhouse Stone Circle. Der Nieselregen hat längst aufgehört, es ist kein strahlend blauer Sommertag, aber die Strassen sind trocken und prima zu befahren.

.

     

Der Torhouse Stone Circle stammt vermutlich aus der Bronzezeit, es sind 19 Steinblöcke, in deren Mitte 3 weitere Steinblöcke stehen, die zu den umfangreichsten erhaltenen Steinkreisen Großbritanniens zählen.

Bronzezeit, lange her denke ich, (nachgeschaut zuhause: im Zeitraum 3.Jtsd – 1.Jtsd v.Chr.) und just in diesem Moment kommt ein Gebilde der heutigen Zeit vorbei. Klar habe ich da schnell den Kameraauslöser gedrückt, auch wenn so die Schönheit des Steinkreises nicht ganz zur Geltung kommt. 

Wir fahren ein kleines Stück zurück nach Newton Stewart, wohl wissend, dass wir die schöne Galloway-Halbinsel sowie Mull of Galloway auslassen müssen, aber wir haben halt nur 10 Tage zur Verfügung. Von dort geht es über die A712 quer durch den Galloway Nationalpark, über den Queensway. Es beginnt leider zu regnen, also kommt uns die kleine Visitorstation am Clatteringshaws Loch gerade recht.

 

Bronzezeit meet Gegenwart

     

Brig o' Doon

 

Ein guter warmer Kaffee und eine warme Quiche helfen die Stimmung zu heben. Nebenan ist eine kleine Naturausstellung über den Nationalpark sowie den Red Kite, den roten Milan, dem hier im Park auch ein Wandertrail gewidmet ist. Es hat wieder aufgehört zu regnen, also weiter. In New Galloway geht es über die A713 flott weiter Richtung Ayr.

Dem eigentlichen Zeitplan hängen wir nach, deshalb wird Culzean Castle, obwohl eines der meistbesuchtesten Sehenswürdigkeiten Schottlands, von der Liste gestrichen, es geht direkt zu „Tam O’Shanter“ und der Brig o’Doon.

Wir erreichen die Alloway Kirk und gleich nebenan die Steinbrücke, die Brig o’Donn und werden von einem Dudelsackspieler begrüßt.

In der wohl bekanntesten Erzählung Robert Burns verliert die Stute Maggy bei der Flucht vor den Hexen aus der Alloway Kirk ihren Schweif auf der Brig o’Doon :

     

Aus einer freien deutschen Übersetzung:

O, Tam, nun straft man Deine Taten,
Du wirst wie’n Hering nun gebraten!
Umsonst sitzt Katie auf der Lauer,
Bald trägt die Katie um Dich Trauer!
Lauf Meg, es gilt des Tammie Glück!
Gewinne nur die schmale Brück’!
Dort blase ihnen in’s Gesicht,
Sie dürfen über’s Wasser nicht! –
Doch eh’ erreicht die Brücke ganz
Packt Meg der Teufel bei dem Schwanz,
 
Denn Graunie, weit den Ander’n vor,
Stürzt sich auf Tam, den armen Thor,
Doch gab auf Maggie wenig Acht,
Die ihr den Sieg bald streitig macht.
Ein Sprung befreit den Herrn bald ganz,
Doch, ach, verloren ging ihr Schwanz,
Die Grannie packte dicht am Rumpf,
Und ließ der Maggie kaum ’nen Stumpf.
Die Ihr dies leset, allzumal,
Merkt Euch davon nun die Moral:

Wenn Ihr zum Trinken seid geneigt,
Und gern zu Frau’n in’s Fenster steigt,
Denkt, dass die Lust den Preis nicht wert,
Und denkt an Tam o’ Shanter’s Pferd!

 

 

Alloway Kirk

     

Dumbarton Castle

 

Nach einem kurzen Besuch im Burns National Heritage Park geht es weiter gen Norden, denn das Tagespensum ist noch nicht erreicht, wir wollen noch bis zum Loch Lomond. Zunächst Richtung Glasgow, der Zumo hilft uns flott durch den Verkehr, auch wenn ich an der M8 die Ausfahrt verpasse, so kommen wir doch flott weiter Richtung Dumbarton.

Großstadtrandnähe, grau in grau wie auch bei uns, doch ab und an lässt sich da so ein bekannter Geruch definieren. Es gibt hier schon einige Lagerstätten für Scotch Whisky und dies kann man wahrlich erschnuppern.

Dumbarton Castle statten wir einen kurzen Besuch ab und dann fahren wir weiter nach Alexandria, dem geplanten Tourende. Doch der Campingplatz stellt sich als Wohnmobilplatz heraus, keine Chance für uns Zelter. Also geht es weiter am Loch Lomond entlang. Der nächste Campingplatz, den uns die Rezeptionsbesetzung aufschrieb, liegt 30 km weiter, eigentlich keine Entfernung, wenn ..., ja wenn es nicht dann doch wieder anfängt zu regnen.

     

Wir kommen an einem Campingplatzschild vorbei „only for members“ , versuchen es trotzdem, aber die angebotene überflutete Wiese wollen wir dann doch nicht. B&B als Alternative ist chancenlos, es ist Wochenende mit Bankferien, also auch am Montag geschlossen (u.a. immer der letzte Montag im Mai!) und so reisen viele Schotten selbst durch ihr Land. Manche Bed & Breakfast-Häuser sind voll, die anderen geschlossen. Ein Hotel an der Wegstrecke ist ausgebucht, so nähern wir uns Ardgartan am Loch Long. Der Regen hat inzwischen aufgehört und ich betrachte schon die Seitenstrassen um eventuell einen Platz für ein „Jedermann-Recht-Übernachtungs-Camp“ zu finden, falls der Campingplatz in Ardgartan auch keine Möglichkeit für uns hat. Doch es findet sich dort ein kleines Plätzchen für uns, wenn auch bissle schräg aber doch ein Standplatz für eine Nacht mit einer trotz dichter Belegung noch guten Sanitärräumen. Ein kleiner Spaziergang am Loch Long bei Ebbe rundet den Abend ab.

 
     

 

© 2000 - 2010 Text und Bilder: Dr. med. vet. Kristine Hucke, Wiesbaden